Gewerkschaften rufen zu Großkundgebung für den Sozialstaat in Freiburg auf
Franka MeisterGewerkschaften rufen zu Großkundgebung für den Sozialstaat in Freiburg auf
Fünf große Gewerkschaften organisieren an diesem Wochenende eine Kundgebung in Freiburg. Die Veranstaltung findet am Samstag, den 27. Juni, von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die einen starken Sozialstaat und faire Arbeitsbedingungen unterstützen.
Zu den beteiligten Gewerkschaften zählen ver.di, IG Metall, IG BCE, GEW, NGG sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Sie haben sich unter dem Motto „SOS Sozialstaat – Für ein gerechtes Morgen“ zusammengeschlossen. Mit der Kundgebung protestieren sie gegen mögliche Kürzungen bei Sozialleistungen, Pläne für längere Arbeitszeiten und Vorhaben, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anzuheben.
Detlef Raabe, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, wird die Hauptrede halten. Michael Herbstritt, Bezirksleiter von ver.di Südbaden-Schwarzwald, bezeichnete den Sozialstaat als „das Sicherheitsnetz unseres Alltags“. Die Gewerkschaften argumentieren, dass Sparmaßnahmen vor allem Beschäftigte, Familien, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit niedrigem bis mittlerem Einkommen unverhältnismäßig belasten würden.
Ihre Forderungen sind klar: ein verlässliches Rentensystem, eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung, faire Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit für alle. Die Organisatoren betonen, dass es sich nicht um eine parteipolitische Veranstaltung handle, sondern um einen Appell für Solidarität und Gerechtigkeit.
Die Gewerkschaften senden damit ein deutliches Signal gegen Angriffe auf Arbeitnehmerrechte und soziale Absicherung. Sie hoffen, dass die Kundgebung die Notwendigkeit eines fairen und zukunftsfähigen Sozialsystems unterstreicht. Alle, die diese Anliegen teilen, sind eingeladen, teilzunehmen und ihre Stimme zu erheben.
