Gäubahn fährt 2026 monatelang nicht bis Stuttgarter Hauptbahnhof
Ab dem Frühjahr 2026 steht die Gäubahn vor tiefgreifenden Veränderungen aufgrund der Bauarbeiten für Stuttgart 21. Fast drei Monate lang werden Züge nicht mehr direkt zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren, sodass Fahrgäste auf Umleitungsstrecken ausweichen müssen. Die Entscheidung folgt auf einen juristischen Streit, nachdem Umweltschützer die Baumaßnahmen nicht stoppen konnten.
Vom 26. Juni bis zum 12. September 2026 wird die Gäubahn ihre Fahrt am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen beenden und nicht wie gewohnt am Hauptbahnof halten. Reisende, die in die Innenstadt wollen, müssen in Esslingen am Neckar oder Vaihingen (Enz) auf Regionalzüge oder die S-Bahn umsteigen. Die eingeschränkten Verkehrsverhältnisse am Stuttgarter Hauptbahnhof werden noch jahrelang andauern, bis der neue unterirdische Bahnhof fertiggestellt ist.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte versucht, die Änderungen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) zu blockieren. Die Organisation forderte vom Eisenbahn-Bundesamt, die Bauarbeiten auszusetzen, bis über ihren Antrag auf Teilrücknahme der Planfeststellung entschieden worden wäre. Der VGH wies den Antrag jedoch ab und begründete dies damit, dass es keine stichhaltigen Gründe für eine Aufhebung gebe.
Dies war nicht der erste Versuch der DUH: Bereits im Februar hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart eine ähnliche Beschwerde abgewiesen. Da nun beide Klagen gescheitert sind, wird die Verkürzung der Gäubahn-Strecke wie geplant umgesetzt.
Für 2,5 Monate im Jahr 2026 wird die Gäubahn nicht bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren, während die langfristigen Einschränkungen bis zur Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs anhalten. Fahrgäste müssen jahrelang auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen. Die Gerichtsentscheidung bestätigt, dass die Bauarbeiten trotz der Umweltbedenken fortgesetzt werden.






