Festnahme an der Kehler Europabrücke: Pfefferspray und Cannabis führen zu Widerstand gegen Polizisten
Franka MeisterFestnahme an der Kehler Europabrücke: Pfefferspray und Cannabis führen zu Widerstand gegen Polizisten
Am frühen Morgen des 11. März 2023 wurde ein 23-jähriger Franzose am Grenzübergang Kehl-Europabrücke vorläufig festgenommen. Bundespolizisten hielten ihn bei einer Routinekontrolle an, nachdem er keinen gültigen Ausweis vorlegen konnte. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Beamten verbotene Gegenstände bei ihm fest, was zu einer Konfrontation führte.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht, als Grenzbeamte den Mann zur Personenkontrolle anhielten. Da seine Identität nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, durchsuchten sie ihn und entdeckten dabei Pfefferspray in seinem Besitz. Nach deutschem Recht ist das Führen eines solchen Gegenstandes ohne Genehmigung verboten.
Zudem fanden die Beamten eine geringe Menge Cannabis bei ihm. Als sie die Drogen beschlagnahmen wollten, leistete der Mann Widerstand und versuchte, das Cannabis – inklusive Verpackung – zu verschlucken. Die Polizisten griffen ein und verhinderten dies.
Dem Beschuldigten drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Verstöße gegen das Waffengesetz wegen des Pfeffersprays, ein Vergehen nach dem Cannabiskonsumgesetz sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Sowohl das Pfefferspray als auch das Cannabis wurden von den Behörden sichergestellt.
Der Fall unterstreicht die weiterhin strengen Kontrollen an deutschen Grenzübergängen, selbst nach der Lockerung der Cannabisgesetze. Seit April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland bis zu 25 Gramm Cannabis legal besitzen, und Gerichte haben entschieden, dass diese Regelungen auch an Grenzen gelten – sofern keine grenzüberschreitenden Risiken bestehen. Verstöße gegen das Waffengesetz und Widerstand gegen die Staatsgewalt bleiben jedoch weiterhin eigenständig strafbar.






