FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten – und mehr Fokus auf Haushaltskrise
Juan MentzelFDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten – und mehr Fokus auf Haushaltskrise
Die FDP in Bergisch Gladbach hat sich gegen die anhaltende Debatte über Koalitionspolitik in der Stadt ausgesprochen. Parteimitglieder argumentieren, dass Diskussionen über eine "Brandmauer" zwischen politischen Gruppen von dringenderen Problemen der Kommunalpolitik ablenken. Stattdessen müsse der Fokus auf praktische Herausforderungen gelegt werden.
Die Stadt steht bis 2030 vor einem jährlichen Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro. Gleichzeitig sind die Personalstellen in den letzten Jahren um etwa 40 Prozent gewachsen, wobei über 100 Positionen unbesetzt bleiben. Die FDP sieht die Deckelung der Personalkosten nicht als Einschränkung, sondern als Anstoß zur Modernisierung.
Die Stadträtin Dorothee Wasmuth kritisierte die Fixierung auf politische Bündnisse und forderte mehr Aufmerksamkeit für inhaltliche Politik. Ein weiteres FDP-Mitglied, Dr. Alexander Engel, behauptete, dass konservative und liberale Vorschläge aufgrund fehlender Unterstützung durch linke Parteien blockiert würden.
Die Partei hat mehrfach betont, dass der Oberbürgermeister schnell handeln müsse, um die Beschlüsse umzusetzen. Verzögerungen bei der Umsetzung würden die bestehenden Probleme nur verschärfen, warnen sie.
Die Position der FDP ist klar: Der Oberbürgermeister trage die Verantwortung, die Entscheidung ohne Verzögerung in die Praxis umzusetzen. Angesichts der finanziellen Belastungen und des Personalmangels bestehe akuter Handlungsbedarf. Die Debatte über Koalitionsdynamiken dürfe die realen Herausforderungen der Stadt nicht überlagern, so die Partei.






