EU-Zollreform: Ab Juli werden Online-Einkäufe aus Drittländern deutlich teurer
Marko MargrafEU-Zollreform: Ab Juli werden Online-Einkäufe aus Drittländern deutlich teurer
Online-Einkäufe aus Ländern außerhalb der EU werden ab 1. Juli teurer
Ab dem 1. Juli fallen auf Bestellungen aus Drittländern neue Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuern an – selbst auf günstige Sendungen. Mit den Änderungen soll die Abwicklung von Warenimporten in die EU vereinheitlicht werden, während die Mitgliedstaaten ihre Kontrollsysteme modernisieren.
Ab dem 1. November 2026 kommt eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie auf Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro hinzu. Zudem wird die Einfuhrumsatzsteuer fällig, was die Gesamtkosten weiter in die Höhe treibt. Die genaue Höhe der Gebühren legt die Europäische Kommission fest.
Die neuen Regeln könnten billige Importe weniger attraktiv machen. Durch die zusätzlichen Kosten steigen die Preise, sodass manche günstige Artikel unwirtschaftlich werden. Die Maßnahmen gelten vorerst bis alle EU-Länder in der Lage sind, eingehende Waren vollständig zu prüfen und abzufertigen – voraussichtlich ab 2028.
Innerhalb der EU bewegen sich die meisten Produkte ohne zusätzliche Steuern oder Abgaben frei über die Grenzen. Ausnahmen bilden etwa Kaffee, Alkohol und Tabakwaren. Beim Einkauf bei Händlern außerhalb der EU bestehen jedoch Risiken: schwächere Verbraucherrechte sowie Probleme bei Rücksendungen oder Rückerstattungen.
Experten raten, vor einer Bestellung das Impressum des Händlers und die Versandbedingungen genau zu prüfen. So lassen sich unerwartete Kosten oder Streitigkeiten bei mangelhafter Ware oder unerwünschten Lieferungen vermeiden.
Die Änderungen treten am 1. Juli in Kraft und betreffen Millionen Verbraucher, die bei nicht-europäischen Online-Shops einkaufen. Höhere Kosten und strengere Kontrollen bleiben vorerst bis mindestens 2028 bestehen. Käufer sollten Händler daher besonders sorgfältig auswählen, um Zusatzgebühren oder Rückgabeprobleme zu umgehen.






