24 May 2026, 00:43

Drei Spaziergänger lösen Großeinsatz an der Müngstener Brücke aus

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke hat teure Folgen: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Drei Spaziergänger lösen Großeinsatz an der Müngstener Brücke aus

Drei Personen am Sonntagmittag in Sperrzone der Müngstener Brücke gesichtet

Am Sonntag, dem 8. März, wurden gegen Mittag drei Personen dabei beobachtet, wie sie sich in der Nähe der Gleisanlagen der Müngstener Brücke aufhielten. Der Vorfall zwang die Behörden, den Zugverkehr für über 40 Minuten einzustellen, während Rettungskräfte ausrückten. Zwei Erwachsene und ein Kind waren in das abgesperrte Gelände eingedrungen und lösten damit einen Großeinsatz aus.

Augenzeugen hatten die Eindringlinge gegen 12:05 Uhr gemeldet. Bundespolizei, die Polizei Wuppertal sowie Feuerwehrkräfte aus Solingen und Remscheid trafen kurz darauf am Einsatzort ein. Die Strecke zwischen Remscheid und Solingen wurde aus Sicherheitsgründen von 12:09 Uhr bis 12:50 Uhr gesperrt.

Die beiden Erwachsenen gaben später an, eine Navigations-App habe sie auf die Brücke geführt. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen vorhanden seien, die unbedingt zu beachten seien. Gegen das Paar wurden ordnungsrechtliche Verfahren eingeleitet – die Kosten belaufen sich bereits auf einen beträchtlichen Betrag.

Allein die Feuerwehr Solingen verursachte Ausgaben in Höhe von etwa 656 Euro, während der Einsatz der Bundespolizei 99,60 Euro kostete. Die Polizei Wuppertal schlägt zudem mit 118,50 Euro pro erwachsener Person zu Buche. Die Stadt Solingen hat inzwischen einen offiziellen Kostenbescheid nach Landesrecht erlassen und fordert die Begleichung der Summe. Unterdessen prüft Remscheid noch, ob eigene Forderungen geltend gemacht werden sollen.

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Der Vorfall führte zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr und zog für die Beteiligten hohe finanzielle Konsequenzen nach sich. Durch den unnötigen Einsatz mehrerer Rettungskräfte entstanden vermeidbare Kosten. Die Behörden warnen weiterhin eindringlich vor den Gefahren, die vom Betreten von Bahnanlagen ausgehen.

Quelle