11 June 2026, 06:22

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Der Kabarettist Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis für sein Engagement gegen Antisemitismus und Medienvoreingenommenheit ausgezeichnet worden. Die nach dem Rabbiner Leo Baeck benannte Ehrung ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich für demokratische Werte und Menschenrechte einsetzen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland überreichte Nuhr die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. In seiner Dankesrede betonte er, dass Antisemitismus nicht nur im rechtsextremen Milieu, sondern auch in linksextremen Kreisen und unter kulturellen Eliten verbreitet sei. Zudem kritisierte er selbsternannte Antifaschisten, die linken Antisemitismus dulden würden, und warf vielen vor, ihren eigenen Prinzipien nicht gerecht zu werden.

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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats, lobte Nuhr dafür, dass er mit Doppelstandards in der Medienberichterstattung über Israel und das Judentum aufräume. Schuster selbst hatte deutschen Medien zuvor vorgeworfen, antisemitische Narrative zu verbreiten. Ahmed Mansour, ein weiterer Gast der Veranstaltung, würdigte Nuhr dafür, dass er Meinungen äußere, die viele teilen, aber aus Angst vor öffentlicher Kritik nicht offen vertreten würden.

Zu den früheren Trägern des Leo-Baeck-Preises zählen prominente Persönlichkeiten wie die ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Auszeichnung unterstreicht Nuhrs Rolle bei der Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Voreingenommenheit in der öffentlichen Debatte. Seine Kritik an Antisemitismus über das gesamte politische Spektrum hinweg hat sowohl Unterstützung als auch Aufmerksamkeit erregt. Der Preis bestätigt die anhaltende Notwendigkeit, Diskriminierung in Medien und Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten.

Quelle