Darmstadt-Dieburgs Apothekensterben gefährdet die medizinische Grundversorgung
Franka MeisterDarmstadt-Dieburgs Apothekensterben gefährdet die medizinische Grundversorgung
Die Zukunft der lokalen Arzneimittelversorgung in Darmstadt-Dieburg steht vor einer wachsenden Krise. Durch die Schließung von Apotheken gerät das Gesundheitsnetz der Region zunehmend unter Druck – die Sorge um den Zugang zu essenziellen Leistungen wächst. Bei einem jüngsten Treffen in Erzhausen wurde die Dringlichkeit der Lage deutlich.
Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen, warnt, dass der Rückgang lokaler Apotheken gravierende Schwächen im Gesundheitssystem offenbart. Er betont, dass eine intakte Apothekeninfrastruktur entscheidend für das öffentliche Wohl und die Lebensqualität sei. Ohne sie drohe das gesamte Versorgungsnetz zu bröckeln.
Nejatian traf sich kürzlich mit Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, und Christel Sprößler, der Kreisbeigeordneten für Soziales und Jugend. Im Mittelpunkt stand die Zukunftssicherung der medizinischen Versorgung in Erzhausen. Schellhaas setzt sich seit Langem für den Erhalt der Gesundheitsversorgung in der Region ein und half dabei, zwei medizinische Versorgungszentren (MVZ) aufzubauen.
Sprößler, SPD-Kandidatin und mögliche Nachfolgerin Schellhaas', versprach, das Engagement ihres Vorgängers für die lokale medizinische Versorgung fortzuführen. Nejatian regte an, dass neue MVZ künftig Apotheken in ihre Strukturen einbinden sollten. Dies könnte das Netz stabilisieren und weitere Schließungen verhindern.
Die aktuelle Welle von Apotheken-Schließungen gefährdet Jahre politischer Bemühungen. Ein zuverlässiges Gesundheitssystem, so Nejatian, brauche sowohl stabile Strukturen als auch kontinuierliche Unterstützung für lokale Apotheken.
Das Treffen in Erzhausen unterstrich den dringenden Handlungsbedarf zum Schutz der Apotheken vor Ort. Ohne gemeinsame Anstrengungen droht die Region einen zentralen Baustein ihrer Gesundheitsversorgung zu verlieren. Die Zukunft der Arzneimittelversorgung hängt nun von politischem Durchhaltevermögen und praktikablen Lösungen ab.






