17 April 2026, 02:31

Collien Fernandes bricht ihr Schweigen: "Digitale Gewalt trifft uns alle"

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Verbot des Internets durch die Regierung.

Collien Fernandes bricht ihr Schweigen: "Digitale Gewalt trifft uns alle"

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zu ihren Erfahrungen mit digitaler Gewalt geäußert, nachdem in ihrem Namen gefälschte Profile erstellt worden waren. Diese Profile enthielten ihre Fotos, Videos und erfundene erotische Geschichten. Die Resonanz auf ihre Schilderungen bezeichnete sie als überwältigend: Zehntausende forderten besseren Schutz und konkrete Maßnahmen.

Fernandes berichtete, dass Deepfakes und manipuliertes Material für nicht einvernehmliche intime Aufnahmen genutzt wurden. Sie betonte, dass digitale Gewalt nicht nur Prominente treffe – jede Frau könne zum Opfer werden.

Die Schauspielerin wies auf rechtliche Lücken in Deutschlands Umgang mit solchen Straftaten hin. Als Vorbild nannte sie Spanien, das digitale Gewalt effektiver bekämpfe, während Deutschland hier hinterherhinke. Fernandes forderte längere Meldefristen für Vorfälle, sensiblere Ermittlungen und klarere gesetzliche Rahmenbedingungen, um Betroffene zu unterstützen.

Journalistin Caren Miosga unterstützte diese Kritik und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem. Sie verwies auf die unklare Zuständigkeitsverteilung zwischen sozialen Medien, Polizei und Justiz. Justizministerin Stefanie Hubig räumte Reformbedarf ein, wies aber auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung hin.

Fernandes plädierte zudem für verpflichtende Schulungen für Polizeibeamte und Justizmitarbeiter, Präventionsprogramme und schärfere Strafen für Täter. Ohne Konsequenzen, warnte sie, würden Opfer weiterhin reale und langfristige Schäden erleiden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fall hat breite Forderungen nach stärkerem Schutz vor digitaler Gewalt ausgelöst. Fernandes' Kernanliegen sind klarere Gesetze, bessere Ausbildung und härtere Sanktionen. Die Behörden erkennen das Problem an, stehen jedoch vor Herausforderungen, Reformen in die Praxis umzusetzen.

Quelle