CDU Solingen fordert bessere Mobbing-Prävention an Schulen und Kitas
Juan MentzelCDU Solingen fordert bessere Mobbing-Prävention an Schulen und Kitas
Die CDU-Fraktion in Solingen hat eine Anfrage zur Prävention von Mobbing an Schulen und Kitas eingereicht. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über zunehmende Vorfälle, darunter auch Online-Konflikte in Klassenchatgruppen. Parteivertreter betonen, dass es nicht darum gehe, Erzieher oder Lehrkräfte zu kritisieren, sondern die bestehenden Maßnahmen und deren langfristige Wirksamkeit zu bewerten.
Im Rahmen der Anfrage wird untersucht, welche Anti-Mobbing-Programme bereits umgesetzt werden – von Konfliktlösungstrainings bis hin zu Resilienz-Workshops. Zudem soll geklärt werden, wie die Personalsituation aussieht, insbesondere welche Rolle interne Fachkräfte und externe Anbieter in der Präventionsarbeit spielen.
Aktuelle Studien unterstreichen das Ausmaß des Problems: Laut dem PISA-Bericht von 2022 sind 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat von Mobbing betroffen. Bundesweit ergab eine Erhebung der Techniker Krankenkasse, dass jedes sechste Schulkind betroffen ist – hochgerechnet etwa 2.800 Schülerinnen und Schüler allein in Solingen.
Die CDU will wissen, wie die Effektivität der Programme gemessen wird und ob es Belege für deren langfristigen Erfolg gibt. Die Verwaltung muss nun darlegen, welche Einrichtungen soziale Kompetenztrainings anbieten und wie die Mittel verteilt werden.
Das Thema wird in zwei zentralen Ausschüssen beraten und rückt damit in den kommenden Wochen ganz oben auf die politische Agenda der Stadt. Die Solinger CDU erhofft sich von der Anfrage stärkere Präventionsstrategien und bessere Unterstützung für betroffene Kinder und Jugendliche. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die bestehenden Programme angepasst oder mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet werden müssen. Schulen und Kitas müssen sich vermutlich auf eine genauere Prüfung ihrer Anti-Mobbing-Maßnahmen einstellen.






