30 May 2026, 22:23

CDU-Politiker fordert höhere Pflegekosten-Beteiligung von Kindern der Eltern

CDU will Kinder stärker in Kosten der Elternpflege einbeziehen

CDU-Politiker fordert höhere Pflegekosten-Beteiligung von Kindern der Eltern

Ein führender konservativer Politiker hat erwachsene Kinder aufgerufen, sich stärker an den Pflegekosten ihrer Eltern zu beteiligen. Albert Stegemann, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, warnte, dass ohne Reformen die Beitragssätze bis 2030 deutlich steigen könnten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der zunehmend Familien Vermögen übertragen, um künftige Pflegekosten zu umgehen.

Stegemann kritisierte die Praxis, bei der Eltern vor dem Eintritt in die Pflegebedürftigkeit Immobilien oder Ersparnisse an ihre Kinder übertragen. Er bezeichnete dies als „Erbschutzmodell auf Kosten der Steuerzahler“. Viele Familien nutzen derzeit legale Wege, um ihr Vermögen im Voraus zu verteilen – etwa unter Ausnutzung der Zehn-Jahres-Frist für Schenkungen.

Der Politiker schlug vor, die Einkommensgrenze für die Heranziehung von Kindern zu senken. Bisher müssen nur diejenigen, die mehr als 100.000 Euro jährlich verdienen, zur Finanzierung der Elternpflege beitragen. Ohne Reformen drohe, so Stegemann, ein Anstieg der Pflegebeiträge von derzeit 3,6 auf 4,6 Prozent bis 2030. Bei kinderlosen Versicherten könnte der Satz sogar auf 5,5 Prozent klettern.

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Ziel seiner Vorschläge ist es, die Belastung des Pflegesystems zu verringern. Die aktuellen Regelungen ermöglichen es einigen Familien, ihre finanzielle Verantwortung durch frühzeitige Vermögensübertragungen zu mindern. Stegemanns Plan würde mehr erwachsene Kinder unabhängig von früheren Vermögensverschiebungen in die Pflicht nehmen, sich an den Pflegekosten ihrer Eltern zu beteiligen.

Die geplanten Änderungen würden besser Verdienende früher zur Kasse bitten. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnte der erwartete Anstieg der Beitragssätze im kommenden Jahrzehnt gebremst werden. Die Debatte zeigt die wachsende Sorge auf, wie die Pflege der alternden Bevölkerung in Deutschland finanziert werden soll.

Quelle