Bundeswehr rüstet auf: Drei Heckler-&-Koch-Gewehre kämpfen um den G36-Nachfolger
Juan MentzelBundeswehr rüstet auf: Drei Heckler-&-Koch-Gewehre kämpfen um den G36-Nachfolger
Die deutschen Streitkräfte stehen vor dem Austausch ihres langjährigen Sturmgewehrs G36 durch ein System der nächsten Generation. Drei Gewehrfamilien des Herstellers Heckler & Koch werden derzeit geprüft, die alle bereits weltweit im Einsatz sind. Die Aufrüstung markiert einen bedeutenden Wandel in der militärischen Ausstattung nach fast drei Jahrzehnten.
Das G36, das 1997 eingeführt wurde, soll im Rahmen des Programms System Sturmgewehr Bundeswehr schrittweise ausgemustert werden. Das deutsche Verteidigungsministerium hat drei Modelle von Heckler & Koch vorselektiert, die alle strenge operationelle Anforderungen erfüllen.
Ein Kandidat, das HK416A7, befindet sich bereits teilweise im Dienst. Mehr als die Hälfte der 1.750 bestellten Gewehre – unter der Bezeichnung G95k geführt – wurde bereits an die Truppen ausgeliefert. Beworben als Sturmgewehr Spezialkräfte leicht (leichtes Sturmgewehr für Spezialkräfte) bietet es eine leichtere, spezialisiertere Variante.
Ein weiterer Anwärter, das HK433, wurde 2017 als Sturmgewehr der vierten Generation im Kaliber 5,56 × 45 mm vorgestellt. Sein modularer Aufbau ermöglicht verschiedene Lauflängen, Griffe und Optik-Schnittstellen. Mit einer Feuerrate von etwa 700 Schuss pro Minute ist es zudem mit Standardmagazinen vom AR15-Typ kompatibel.
Das neueste Modell, das HK437, übernimmt das Design des HK433, ist jedoch für die Munition .300 Blackout ausgelegt. Speziell für Spezialeinheiten und Strafverfolgungsbehörden konzipiert, übertrifft es die MP5SD sowohl im Überschall- als auch im Unterschallbereich.
Die Auswahl wird einen doppelten Generationswechsel bei den deutschen Militärgewehren vollenden. Unabhängig davon, welches Modell gewählt wird, wird es das G36 ersetzen und Teil des globalen Portfolios von Heckler & Koch sein. Die Entscheidung folgt umfangreichen Tests, um die Kompatibilität mit den Anforderungen moderner Gefechtsführung zu gewährleisten.






