03 May 2026, 08:41

Bundesrat stärkt Apothekenfinanzierung – doch Personalregeln bleiben starr

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal mehr für dieselben Medikamente berechnet hat als in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Bundesrat stärkt Apothekenfinanzierung – doch Personalregeln bleiben starr

Die Landesregierungen drängen auf höhere Zahlungen an Apotheken, lehnen aber gleichzeitig Änderungen bei den Personalvorgaben ab. Bayerns Gesundheitsministerin hat sich an die Spitze der Forderungen nach einer Erhöhung der Rezeptgebühren gestellt und argumentiert, dass Apotheken stärker finanziell unterstützt werden müssten. Der Bundesrat hat nun seine Position zu den zentralen Reformen im Sektor bekräftigt.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) schlug vor, die Festgebühr für verschreibungspflichtige Medikamente von 8,35 Euro auf 9,50 Euro anzuheben. Sie betonte die Dringlichkeit bundesweiter Maßnahmen zur Stärkung der Apotheken und hob deren unverzichtbare Rolle in der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und Prävention hervor.

Der Bundesrat unterstützte diese Forderung, lehnte jedoch Pläne ab, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten ermöglichen würden, Apotheker zu ersetzen. Besonders Bayern bleibt gegen einen solchen Personalaustausch und besteht darauf, dass nur ausgebildete Apotheker zentrale Aufgaben übernehmen dürfen.

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Über die Gebührenanpassungen hinaus forderte der Bundesrat strengere Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken. Die derzeit gelockerten Vorschriften wurden kritisiert; die Ländervertreter setzen sich für schärfere Kontrollen ein, um die Servicequalität zu sichern.

Die Beschlüsse des Bundesrats bedeuten, dass Apotheken zwar mit höheren Vergütungen rechnen können, aber keine Flexibilisierung bei der Personalplanung zu erwarten ist. Bayerns Ablehnung des Einsatzes von Fachkräften statt Apothekern bleibt bestehen, während die Forderung nach strengeren Regeln für Filialapotheken voranschreitet. Die Ergebnisse werden maßgeblich beeinflussen, wie Apotheken in den kommenden Jahren arbeiten und finanziert werden.

Quelle