BSI und Baden-Württemberg bündeln Kräfte für mehr Cybersicherheit in Deutschland
Marko MargrafBSI und Baden-Württemberg bündeln Kräfte für mehr Cybersicherheit in Deutschland
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterzeichnet neue Cybersecurity-Partnerschaft mit Baden-Württemberg
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit dem Land Baden-Württemberg eine neue Kooperation im Bereich Cybersicherheit geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, durch engere Zusammenarbeit die Abwehr digitaler Bedrohungen zu stärken. Acht zentrale Handlungsfelder sind vorgesehen, darunter Wissensaustausch, Schulungen und Krisenmanagement.
Die Initiative wird vom Bundesinnenministerium unterstützt und baut auf bestehenden Bemühungen auf, die Abstimmung zwischen Bund und Ländern zu verbessern. Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, betonte, dass nur gemeinsames Handeln die digitale Resilienz Deutschlands nachhaltig stärken könne.
Im Rahmen der Partnerschaft werden das BSI und Baden-Württemberg an zentralen IT-Themen arbeiten, etwa Cloud Computing, künstlicher Intelligenz und Notfallübungen. Zudem entstehen gemeinsame Instrumente zur Bedrohungserkennung sowie ein nationales Cyber-Lagebildsystem.
Nicole Matthöfer, Leiterin der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg, hob die Vorteile der Verzahnung von Bundeskompetenzen mit regionalem Know-how hervor. Stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl unterstrich dies und forderte eine noch engere Zusammenarbeit, um Online-Risiken wirksam zu begegnen. Die Vereinbarung umfasst zudem Unterstützung bei IT-Sicherheitsvorfällen, Beratung zum Abhörschutz sowie gemeinsame Aufklärungskampagnen für die Öffentlichkeit.
Baden-Württemberg ist das zehnte Bundesland, das sich im Rahmen der govdigital eG einer solchen Initiative anschließt. Im Fokus stehen der Ausbau von Daten-Sensorik und Echtzeit-Analysen von Cyberbedrohungen in den teilnehmenden Regionen.
Die neue Partnerschaft sieht einen Austausch von Ressourcen und Fachwissen zwischen Baden-Württemberg und dem BSI vor. In den kommenden Monaten sollen Notfallübungen, Bedrohungserkennungstools und Schulungsprogramme umgesetzt werden. Die Vereinbarung untermauert die bundesweiten Bestrebungen, eine einheitliche Cybersecurity-Strategie für Deutschland zu entwickeln.






