Bremens Skandal um Senatoren-Entlassungen: Neue Enthüllungen erschüttern den Senat
Ron StollBremens Skandal um Senatoren-Entlassungen: Neue Enthüllungen erschüttern den Senat
Bremens Bürgerschaft setzt Untersuchungsausschuss ein
Im November 2025 richtete der Landtag der Freien Hansestadt Bremen einen Untersuchungsausschuss ein, um die Entlassung von Senatoren zu prüfen. Die Opposition wirft der Regierung vor, abgehende Beamte mit überhöhten Abfindungen auf Kosten der Öffentlichkeit belohnt zu haben.
Am Dienstag, dem 4. Februar 2026, kam das Gremium erneut zusammen, um anhaltende Bedenken hinsichtlich der Transparenz zu klären. Aus Aussagen von Zeugen ging hervor, dass der Senat in mindestens einem Fall – betreffend Regine Komoss von der Bildungsbehörde – nicht alle relevanten Unterlagen vorgelegt hatte.
Zudem wurden in einem Signal-Chat zwischen Irene Strebl und Jan Fries, beiden Referenten im Umweltressort, fünf Nachrichten gelöscht. Dies nährte weitere Zweifel an möglichen inoffiziellen Absprachen. Ein anonymer Hinweis auf gelöschte E-Mails, zunächst als aus unbekannter Quelle dargestellt, ließ sich später dem CDU-Fraktionsgeschäftsführer Tobias Hentze zuordnen.
Der ehemalige Bildungssenator Sascha Aulepp (SPD) soll am Mittwoch, dem 5. Februar 2026, vor dem Ausschuss aussagen. Politische Amtsinhaber in Deutschland können zwar ohne Angabe von Gründen entlassen werden, erhalten jedoch oft großzügige Vorruhestandsregelungen.
Der Ausschuss prüft weiterhin die Glaubwürdigkeit von Regierung und Opposition. Die Beweggründe hinter Hentzes falscher Aussage und den gelöschten Nachrichten bleiben unklar. Die Ermittlungen zu den Entlassungen und ihren finanziellen Folgen dauern an.






