13 June 2026, 16:21

Bayerns Bahnnetz kämpft mit Rekordverspätungen durch marode Gleise und Dauerbaustellen

GDL betrachtet aktuelle Qualitätsfiguren als Warnsignal für den Bahnverkehr

Bayerns Bahnnetz kämpft mit Rekordverspätungen durch marode Gleise und Dauerbaustellen

Bayerns Bahnnetz leidet unter wachsenden Verspätungen durch marode Infrastruktur und Baustellen

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Fast die Hälfte aller Störungen im bayerischen Schienenverkehr geht 2025 auf Infrastrukturprobleme und Bauarbeiten zurück – mit Auswirkungen auf Regional- und Fernverkehr gleichermaßen. Die Pünktlichkeit hat in diesem Jahr dramatisch nachgelassen: Regionalzüge in Bayern erreichten nur noch eine Pünktlichkeitsquote von 84,9 Prozent, während Fernzüge auf lediglich 60,1 Prozent kamen. Für die Regionalstrecken ist dies das fünfte Jahr in Folge mit rückläufiger Zuverlässigkeit.

Die Folgen für Fahrgäste sind spürbar: Zugausfälle, überfüllte Bahnhöfe, überlastete Wagen und verpasste Anschlüsse gehören mittlerweile zum Alltag. Kurzfristige Änderungen bei Bauplänen und Fahrplananpassungen belasten zudem Personal und Reisende zusätzlich.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erkennt zwar den Modernisierungsbedarf an, fordert aber, dass zunächst die bestehenden Mängel behoben werden müssen. Jahrzehntelange Unterinvestitionen ließen sich nicht von heute auf morgen ausgleichen, argumentiert die Gewerkschaft. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig in dieser Phase zuverlässige und präzise Fahrgastinformationen sind.

Die GDL unterstützt zwar die Pläne zum Ausbau des bayerischen Schienennetzes, pocht aber darauf, dass zunächst die aktuellen Probleme gelöst werden müssen, bevor weitere Angebote ausgeweitet werden. Solange die Infrastruktur mit der Nachfrage nicht Schritt hält, bleiben Verspätungen für die Fahrgäste an der Tagesordnung. Die Zuverlässigkeit bleibt damit eine der größten Herausforderungen für den bayerischen Schienenverkehr.

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