04 May 2026, 16:39

Bain und Cinven steigen bei Stada aus – während Entschädigungsstreit weitergeht

Schwarzes und weißes Plakat mit Betrugswarnung und dem Text "Carlsbad Spruud Salt" und einem zugehörigen Logo.

Bain und Cinven steigen bei Stada aus – während Entschädigungsstreit weitergeht

Die Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Cinven haben sich nach acht Jahren aus ihrem Engagement beim deutschen Pharmakonzern Stada zurückgezogen. Der Schritt folgt auf eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten über Entschädigungszahlungen an ehemalige Aktionäre, wobei das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) kürzlich neue Urteile gefällt hat.

Bain und Cinven halten nun noch 31 Prozent an Stada, während die in London ansässige CapVest Partners seit September mit einem Anteil von 68 Prozent zum Mehrheitseigner geworden ist. Die Unternehmensführung behält die verbleibenden 1 Prozent des Unternehmens.

Das OLG hat in den laufenden Entschädigungsstreitigkeiten zwei zentrale Entscheidungen getroffen. In einem Fall wies es die Berufung der in Luxemburg ansässigen Vermögensverwaltungsgesellschaft Nidda ab, die zusätzliche 4,7 Millionen Euro – entsprechend 8,15 Euro pro Aktie – gefordert hatte. Das Gericht urteilte, Nidda habe durch den Einwand der Verjährung bösgläubig gehandelt.

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In einem weiteren Urteil lehnte das OLG die Berufung Niddas gegen eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt ab, die einen einzelnen Aktionär betraf. Dieser Investor strebt fast 140.000 Euro zuzüglich Zinsen an, rückwirkend bis August 2017. Das OLG kam zu dem Schluss, dass Niddas Argumente nicht stichhaltig seien, und bestätigte damit frühere Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH), die zugunsten ehemaliger Aktionäre ausgefallen waren.

Trotz dieser Entscheidungen harren noch 44 ähnliche Fälle vor dem OLG einer Klärung, da ehemalige Aktionäre weiterhin höhere Entschädigungen einfordern.

Die Rechtsstreitigkeiten haben ihren Ursprung im Übernahmeverfahren von Stada, bei dem ehemalige Aktionäre höhere Abfindungen durchsetzen wollen. Während sich Bain und Cinven aus dem Unternehmen zurückziehen, übernimmt CapVest nun die Führung. Die noch anhängigen Gerichtsverfahren werden zeigen, ob weitere Entschädigungsforderungen erfolgreich sein werden.

Quelle