Baden-Württemberg revolutioniert Schulwege mit neuen Sicherheitsregeln für Kinder
Juan MentzelBaden-Württemberg revolutioniert Schulwege mit neuen Sicherheitsregeln für Kinder
Baden-Württemberg führt neue Verordnung für sichere Schulwege ein
Baden-Württemberg hat eine neue Verordnung erlassen, um Schulwege für Kinder sicherer zu gestalten. Das Verkehrsministerium will Schülerinnen und Schülern ermöglichen, zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen – ohne auf das Auto angewiesen zu sein. Die neuen Regeln vereinfachen für Kommunen die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen im gesamten Land.
Die Verordnung schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen für die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen. Diese Maßnahmen können auf allen Straßen umgesetzt werden, auf denen das Verkehrsaufkommen es zulässt. Kostspielige oder aufwendige Gutachten sind nicht mehr erforderlich, was den bürokratischen Aufwand für die lokalen Behörden verringert.
Bei Schulstraßen handelt es sich um zeitweise Sperrungen von Straßenabschnitten für den motorisierten Verkehr zu den Bring- und Abholzeiten. Schulzonen hingegen sehen ein dauerhaftes Autoverbot vor und verwandeln den Bereich in einen sicheren Raum, in dem Kinder spielen und sich treffen können. Beide Varianten erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Verkehrsbehörden und Schulen.
Die Initiative knüpft an das bestehende Landesprogramm MOVERS an, das aktives und sicheres Unterwegssein zur Schule fördert. Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird das Programm erweitert: Neben den neuen Verkehrsicherheitsmaßnahmen sollen dann auch Fahrradfähigkeitsabzeichen eingeführt werden.
Die Verordnung räumt rechtliche und finanzielle Hürden für Städte und Gemeinden aus dem Weg, die die Sicherheit von Kindern im Schulumfeld verbessern möchten. Durch vereinfachte Regelungen und den Verzicht auf Sachverständigengutachten könnten in den kommenden Jahren mehr Kommunen Schulstraßen und -zonen einrichten. Die Änderungen unterstützen langfristige Bestrebungen, die Abhängigkeit vom Auto zu verringern und bei Schülerinnen und Schülern gesündere Mobilitätsgewohnheiten zu fördern.






