Baden-Württemberg kämpft mit Prämien und Digitalisierung gegen Flächenfraß in Kommunen
Marko MargrafBaden-Württemberg kämpft mit Prämien und Digitalisierung gegen Flächenfraß in Kommunen
Baden-Württemberg verstärkt Maßnahmen für effizientere Flächennutzung in Kommunen
Die Landesregierung von Baden-Württemberg geht mit neuen Initiativen gegen die Flächenversiegelung vor und fördert eine nachhaltigere Raumentwicklung. Künftig stehen Kommunen Finanzmittel und digitale Werkzeuge zur Verfügung, um Projekte in Gewerbe- und Industriegebieten umzusetzen.
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen führt ein Konzept für eine Entsiegelungsprämie ein, die mit jährlich rund einer Million Euro dotiert ist. Damit sollen Kommunen motiviert werden, versiegelte Flächen zurückzubauen und natürliche Lebensräume wiederherzustellen. Zudem können Städte und Gemeinden Fördergelder beantragen, um Flächenmanager einzustellen, die sich auf die Entwicklung des Gewerbesektors spezialisieren.
Ein digitales Überblickstool soll bald die Potenziale der Innenentwicklung transparenter machen. Damit lassen sich brachliegende oder untergenutzte Flächen leichter identifizieren und neu nutzen. Das bestehende Landesprogramm "Fläche gewinnen durch Innenentwicklung" wird ausgebaut, mit besonderem Fokus auf die Umstrukturierung von Gewerbe- und Industriearealen.
Um bewährte Lösungen vorzustellen, arbeitet die Landesregierung mit ausgewählten Kommunen in Modellprojekten zusammen. Diese "Vorbildkommunen" zeigen auf, wie ungenutzte Flächen reaktiviert oder der Natur zurückgegeben werden können. Parallel entsteht ein Aktionsplan Flächen sparen, der verschiedene Instrumente bündelt, um den Flächenverbrauch weiter zu reduzieren.
Die neuen Maßnahmen knüpfen an das Ziel Baden-Württembergs an, den Neuverbrauch von Flächen deutlich zu senken. Mit Fördermitteln, digitalen Hilfsmitteln und Praxisbeispielen will das Land Kommunen den Einstieg in flächensparende Konzepte erleichtern – für eine nachhaltige Transformation ihrer Gewerbegebiete.






