07 June 2026, 14:27

AfD droht Radio CORAX mit Finanzstopp – jetzt braucht der Sender Ihre Hilfe

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AfD droht Radio CORAX mit Finanzstopp – jetzt braucht der Sender Ihre Hilfe

Radio CORAX, ein unabhängiger Sender in Halle (Saale), sieht sich mit Drohungen gegen seine Finanzierung durch die rechtspopulistische AfD konfrontiert. Die Partei wirft dem Radiosender vor, linke Positionen und eine sogenannte „perverse Regenbogen-Ideologie“ zu verbreiten. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat sich CORAX einen Namen als offene Plattform mit vielfältigem Programm gemacht – doch seine Zukunft hängt nun von öffentlicher Unterstützung und Spenden ab.

CORAX funktioniert als bürgernaher Sender, bei dem jede und jeder Vorschläge für Sendungen einreichen kann. Nach einem Einführungskurs können neue Macher:innen direkt auf Sendung gehen. Die rund 400 Mitglieder des Senders produzieren etwa 175 Formate, größtenteils ehrenamtlich. Sendungen wie Tipkin oder das Magazin Serendipity spiegeln die inhaltliche Bandbreite wider, mit wechselnder Musik und Themen, die täglich neu gestaltet werden.

Der jährliche Haushalt des Senders speist sich aus verschiedenen Quellen, darunter 200.000 Euro von der Landesmedienanstalt. Hinzu kommen kommunale Zuschüsse, Projektförderungen und Spenden der Hörerschaft. Über das Radioprogramm hinaus veranstaltet CORAX Filmabende, Diskussionsrunden und Workshops in seinen Räumen und kooperiert mit internationalen Netzwerken wie AMARC.

Der Vorstoß der AfD, CORAX die Mittel zu streichen, wirft Fragen nach der finanziellen Zukunft des Senders auf. Mit den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt könnte das Ergebnis entscheidend für die künftige Förderung sein. Unabhängig von politischen Weichenstellungen werden Spenden eine noch größere Rolle spielen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

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Die Existenz von CORAX hängt nun stärker denn je vom Rückhalt der Community und alternativen Finanzierungsquellen ab. Mit seinem offenen Zugang und dem vielseitigen Programm ist der Sender eine einzigartige Stimme im deutschen Medienland. Ohne staatliche Unterstützung wird sein Fortbestand noch mehr davon abhängen, ob Hörer:innen und Förder:innen die Lücken schließen.

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