03 May 2026, 16:57

70 Millionen Produktlöschungen: Wie gefährliche Waren deutsche Online-Shops fluten

Metallbox mit der Aufschrift "Danger Do Not Open" neben einer Messlatte auf einer weißen Oberfläche.

70 Millionen Produktlöschungen: Wie gefährliche Waren deutsche Online-Shops fluten

Im November 2025 entfernten Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen fast 70 Millionen Produktangebote. Eine neue Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) zeigt, dass davon über 30 Millionen als unsicher oder verboten eingestuft wurden. Die Ergebnisse werfen Fragen auf, wie gefährliche Waren trotz bestehender Kontrollen durchrutschen.

Der VZBV wertete Daten aus der offiziellen EU-Datenbank für Produktentfernungen aus. Die Prüfung ergab, dass trotz der hohen Zahl an Löschungen weiterhin viele gefährliche Artikel Verbraucher:innen erreichen. Die Organisation verweist auf Lücken bei der Abgleichung mit dem EU-System, die es riskanten Produkten ermöglichen, im Verkauf zu bleiben.

Aktuell werden Angebote erst nach ihrer Identifizierung als gefährlich entfernt. Der VZBV fordert nun strengere präventive Maßnahmen: Unsichere Artikel sollen bereits vor einer möglichen Listung blockiert werden.

Die Analyse unterstreicht ein wiederkehrendes Problem: reaktive Durchsetzung statt präventiver Schutz. Zwar deuten 30 Millionen Löschungen auf groß angelegte Maßnahmen hin, doch der VZBV argumentiert, dass eine bessere Abstimmung mit den EU-Aufzeichnungen gefährliche Waren von vornherein verhindern könnte.

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Der Bericht setzt Online-Marktplätze unter Druck, ihre Kontrollen zu verschärfen. Da weiterhin Millionen unsicherer Angebote auftauchen, besteht der VZBV auf Echtzeit-Abfragen der EU-Datenbank. Ohne wirksamere Vorsorgemaßnahmen könnten Verbraucher:innen weiterhin unnötigen Risiken durch verbotene oder gefährliche Produkte ausgesetzt sein.

Quelle