30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt mehr Platz und Sicherheit
Franka Meister30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt mehr Platz und Sicherheit
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Aktion führte die Teilnehmenden zum Großen Stern und zur Siegessäule. Die Demonstration sorgte für zeitweise Straßensperrungen, sodass Autofahrer Umleitungen nutzen mussten, während Radfahrerinnen und Radfahrer sich Raum nahmen, der sonst vom motorisierten Verkehr dominiert wird.
Die Sternfahrt ist seit langem ein Protest für bessere Radbedingungen. Seit Jahrzehnten nutzt der ADFC die Veranstaltung, um sich für sichere und besser zugängliche Radwege in der Stadt einzusetzen. In diesem Jahr fuhren die Teilnehmenden auf etwa 20 verschiedenen Routen, viele von ihnen starteten in brandenburgischen Städten oder den äußeren Berliner Bezirken.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin beim ADFC Berlin, forderte Verkehrspolitiker auf, die Bedürfnisse von Radfahrenden endlich priorisiert zu behandeln. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – nicht nur bei Protesten. Alber verlangte zudem mehr Investitionen in die Radinfrastruktur statt Kürzungen oder Verzögerungen bei der Finanzierung.
Als angemeldete Demonstration durfte die Sternfahrt rechtmäßig Straßen besetzen – selbst Abschnitte von Autobahnen, die normalerweise für Fahrräder gesperrt sind. Die vorübergehenden Sperrungen führten zu Verkehrseinschränkungen und unterstrichen so die Botschaft der Aktion: ein Umdenken in der städtischen Mobilität.
Die Demonstration machte deutlich, wie dringend der Ausbau der Radinfrastruktur in Berlin ist. Mit 30.000 Teilnehmenden zeigte sie die breite öffentliche Unterstützung für sichere Radwege und bessere Förderung. Der ADFC-Protest setzte die Verantwortlichen damit erneut unter Druck, die Belange von Radfahrenden in der künftigen Verkehrsplanung stärker zu berücksichtigen.






