Zwei Gänse sterben bei Zugunfall nahe Markelfingen – ein Küken gerettet
Ron StollZwei Gänse sterben bei Zugunfall nahe Markelfingen – ein Küken gerettet
Tragischer Unfall bei Markelfingen: Zwei Gänse von Zügen erfasst
Bei einem tragischen Vorfall nahe Markelfingen sind am 25. April zwei Gänse von Zügen getötet worden. Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe des Naturfreundehauses, wo die Vögel mit ihren Küken genistet hatten. Die Behörden warnen seitdem die Bevölkerung vor den Gefahren, sich Gleisanlagen zu nähern – insbesondere dann, wenn sich Wildtiere in der Nähe aufhalten.
Die Gänse wurden von zwei verschiedenen Zügen erfasst: einem Zug in Richtung Radolfzell und einem Regionalexpress auf dem Weg nach Konstanz. Die Tiere hatten sich mit ihrem Nachwuchs auf den Gleisen aufgehalten und befanden sich damit direkt im Fahrweg der herannahenden Züge. Aufgrund der langen Bremswege und der fast geräuschlosen Annäherung moderner Züge können solche Kollisionen plötzlich und unvermittelt geschehen.
Ein Streifenteam der Bundespolizeiinspektion Konstanz traf kurz nach dem Vorfall ein, um die Unfallstelle abzusichern. Die Beamten hinderten Schaulustige daran, den Gefahrenbereich zu betreten, während ein Tierrettungsteam nach überlebenden Gänseküken suchte. Ein Jungtier konnte gerettet und in Obhut genommen werden, die übrigen gelten jedoch weiterhin als vermisst.
Nach dem Vorfall fuhren die Lokführer mit erhöhter Vorsicht. Die Bundespolizei erinnerte die Bevölkerung daran, Tiere auf den Gleisen umgehend zu melden, statt selbst einzugreifen. Für weitere Auskünfte steht Bettina Stahl von der Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Konstanz zur Verfügung.
Der Unfall unterstreicht die Gefahren, die von Wildtieren in der Nähe von Bahnstrecken ausgehen. Zwar gibt es keine offiziellen Statistiken über Gänsetodesfälle auf deutschen Gleisen, doch in den vergangenen Jahren kam es vereinzelt zu ähnlichen Vorfällen mit anderen Tieren. Die Behörden betonen weiterhin, wie wichtig die Wachsamkeit der Bevölkerung ist, um weitere Tragödien zu verhindern.






