07 April 2026, 08:33

Zoll Stuttgart stoppt 250.000-Euro-Fälschungsfund im Gepäck eines Franzosen

Papierbeleg mit der Aufschrift "Robert Halliday Grocer & Tea Dealer" obenauf.

Zoll Stuttgart stoppt 250.000-Euro-Fälschungsfund im Gepäck eines Franzosen

Zollbeamte am Flughafen Stuttgart haben eine große Sendung mutmaßlich gefälschter Waren im Wert von etwa 250.000 Euro beschlagnahmt. Die Gegenstände wurden im Gepäck eines 34-jährigen französischen Reisenden entdeckt, der aus der Türkei eingereist war. Die Behörden haben inzwischen ein steuerstrafrechtliches Verfahren gegen den Mann eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich, als der Passagier versuchte, den Gepäckausgabebereich durch den "grünen Ausgang" zu verlassen – dieser ist Reisenden ohne Deklarationspflicht vorbehalten. Da er mehrere Gepäckstücke mit sich führte, weckte dies bei den Zollbeamten Misstrauen. Bei der Kontrolle fanden die Beamten 215 Artikel, darunter Kleidung, Handtaschen und Modeaccessoires, die die Logos von 24 verschiedenen Marken trugen.

Eine genauere Prüfung ließ den Verdacht aufkommen, dass es sich um Fälschungen handelte. Der Mann behauptete, er wolle ein Geschäft eröffnen und die Waren verkaufen, konnte jedoch keine Kaufbelege vorlegen. Daraufhin wurden die Gegenstände beschlagnahmt, und er musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Die betroffenen Markeninhaber wurden umgehend über die Beschlagnahmung informiert. Der Fall reiht sich in eine breitere Entwicklung ein: Allein 2023 konfiszierte der Stuttgarter Zoll 3.900 gefälschte Produkte. Der Franzose war auf dem Weg nach Paris, als die Waren aufgespürt wurden.

Die beschlagnahmten Güter sollen nun vernichtet werden, und dem Empfänger könnten zudem zivilrechtliche Klagen der Markeninhaber drohen. Das steuerstrafrechtliche Verfahren gegen den Mann läuft noch. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Zollbehörden im Kampf gegen den Handel mit gefälschter Ware.

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