14 April 2026, 22:32

ZF Friedrichshafen baut 14.000 Jobs ab – ohne Kündigungen, aber mit radikaler Wende

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

ZF Friedrichshafen baut 14.000 Jobs ab – ohne Kündigungen, aber mit radikaler Wende

ZF Friedrichshafen strukturiert sein Geschäft um, um sich an veränderte Marktanforderungen und wachsenden Wettbewerb anzupassen. Das Unternehmen plant, seine Belegschaft zu straffen, die Produktion zu optimieren und seinen Fokus auf Kernbereiche wie Nutzfahrzeugtechnik und elektrifizierte Antriebe zu schärfen.

Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Klein betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahmen und bezeichnete sie als unverzichtbar, um die Position von ZF als globaler Marktführer in der Automobilzuliefererbranche zu halten. Im Rahmen der Neuausrichtung werden mehrere deutsche Standorte zu größeren Produktionsnetzwerken zusammengefasst. Bis Ende 2028 soll die Zahl der Beschäftigten in Deutschland auf 11.000 bis 14.000 sinken. Die Reduzierung soll vor allem durch natürliche Fluktuation, demografische Entwicklungen und eine verstärkte Automatisierung erreicht werden – ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sparte Elektrifizierte Antriebstechnologien, die mit einer schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und starkem Wettbewerbsdruck konfrontiert ist. ZF wird hier seine Prozesse, Strukturen und Partnerschaften überprüfen, um die Effizienz zu steigern. Trotz der Herausforderungen bekräftigte Klein das Engagement des Unternehmens für die Elektromobilität und kündigte an, die hohen Investitionen in diesem Bereich fortzusetzen.

Neben der Elektrifizierung wird ZF die Bereiche Fahrwerkstechnologien, Industrietechnik und Aftermarket stärken. Ziel ist es, das Unternehmen agiler aufzustellen, um schneller auf Markveränderungen reagieren zu können. Auch die Forschung und Entwicklung wird an die erwartete Nachfrage angepasst, um Ressourcen zielgerichtet einzusetzen.

ZF strebt den Aufbau eines leistungsfähigen Produktionsnetzwerks an, wobei die Arbeitsplatzanpassungen sozialverträglich gestaltet werden sollen. Automatisierung und Digitalisierung spielen eine Schlüsselrolle bei der Umstrukturierung – ohne die Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

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Mit der Neuaufstellung will ZF seine Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigeren Marktumfeld stärken. Die Veränderungen sollen die Position als führender Zulieferer festigen und das Unternehmen an das verlangsamte Wachstum im Bereich Elektrofahrzeuge anpassen. Langfristig soll die Restrukturierung ZFs Stellung in der Automobilindustrie sichern.

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