Wolters Brauerei beantragt Schutzschirmverfahren – Stadt bleibt außen vor
Marko MargrafWolters Brauerei beantragt Schutzschirmverfahren – Stadt bleibt außen vor
Gerüchte über einen drohenden Zusammenbruch der Wolters Brauerei machen seit einiger Zeit die Runde. Das Unternehmen hat nun ein Schutzschirmverfahren beantragt, um seine Geschäfte eigenständig umzustrukturieren. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei zwar als wichtigen Teil der regionalen kulinarischen Kultur, spielt im aktuellen Verfahren jedoch offiziell keine Rolle.
Die Wolters Brauerei hat mit ihren Anteilseignern und Gläubigern Insolvenzverhandlungen aufgenommen. Ziel der Gespräche ist es, eine tragfähige Lösung für die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu finden. Die Geschäftsführung leitet die Umstrukturierung eigenverantwortlich – ohne direkte Beteiligung der Kommune.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce einzubringen. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Brauereiführung, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenpolitiker der großen Ratsfraktionen angehören. Damit ein runder Tisch erfolgreich sein kann, müssen jedoch zunächst eine klare Strategie und die Ergebnisse der Insolvenzgespräche vorgelegt werden.
Die Stadt signalisiert zwar Bereitschaft, Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen, falls sich Ansatzpunkte ergeben. Strenge Wettbewerbs- und Beihilferegeln schränken jedoch ein, wie die Kommune in die Finanzkrise eines Privatunternehmens eingreifen darf.
Die Stadtverwaltung hält sich aus dem Umstrukturierungsprozess heraus. Eventuelle Hilfen wären an rechtliche Vorgaben und die Eigeninitiative der Brauerei geknüpft. Der Fokus liegt derzeit auf den laufenden Insolvenzverhandlungen und dem geplanten Gremium.
