WM-Auftakt offenbart Deutschlands strukturelle Defizite trotz Einzelstars
Franka MeisterWM-Auftakt offenbart Deutschlands strukturelle Defizite trotz Einzelstars
Deutschlands WM-Auftakt zeigt trotz starker Einzelleistungen klare Schwächen
Trotz überzeugender Auftritte von Nathaniel Phillips und Deniz Undav, die mit Energie und Dynamik glänzten, bleiben grundsätzliche Probleme bestehen. Nach durchwachsenen Ergebnissen in den letzten Spielen steht die Mannschaft nun vor einer harten Prüfung gegen Paraguay.
Vor dem Duell mit den Südamerikanern räumte Bundestrainer Julian Nagelsmann Mängel in der körperlichen Präsenz und in Zweikampfsituationen ein. Der DFB hatte sich für die WM 2026 eine ruhige Turniervorbereitung gewünscht – ganz im Zeichen des Fußballs, ohne die Ablenkungen der vergangenen Jahre. Doch die aktuelle Leistungsdebatte legt alte Baustellen schonungslos offen.
Im Angriff fehlt es Deutschland an Variabilität: Zu viele Spieler bringen ähnliche Stärken mit, was das Spiel berechenbar macht, sobald Gegner die Mitte zustellen. Auch defensiv gibt es weiterhin Schwachstellen, insbesondere mit Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite und Manuel Neuer im Tor.
Paraguays jüngste Qualifikationserfolge gegen Brasilien und Argentinien unterstreichen die Gefahr, die von dem Team ausgeht. Die DFB-Elf zeigt zwar oft Stärke gegen topbesetzte Mannschaften, hat aber Probleme mit kompakt stehenden, aggressiv pressenden Gegnern. Trotz der Herausforderungen bleibt Sportdirektor Rudi Völler optimistisch – nach einem knappen Sieg gegen Curaçao und schwierigen Spielen gegen die Elfenbeinküste und Ecuador.
Nun rücken die defensiven und offensiven Defizite der Mannschaft noch stärker in den Fokus. Angesichts von Paraguays überzeugender Qualifikationsphase wird der Druck auf Deutschland, sich schnell zu verbessern, immer größer. Die Probleme, die während des Turniers wieder aufgeflammt sind, können weder der DFB noch die Öffentlichkeit länger ignorieren.
