Volkswagen plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs bedroht
Marko MargrafVolkswagen plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs bedroht
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen im Rahmen einer Umstrukturierung. Die Unternehmensführung erwägt, bis zu 100.000 Arbeitsplätze abzubauen – eine Entwicklung, die bei Mitarbeitenden und Investoren Besorgnis auslöst. Auf der Aufsichtsratssitzung am 9. Juli sollen diese Pläne beraten werden.
Konzerchef Oliver Blume räumte ein, dass einige zentrale Sparten des Konzerns zunehmend Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz anhaltender Profitabilität notiert die Aktie mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für das laufende Jahr. Analysten prognostizieren für 2025 einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro, bei einem aktuellen Aktienkurs von 72,54 Euro.
Zu den geplanten Maßnahmen könnte auch die Schließung von vier deutschen Werken gehören, darunter die Standorte Hannover und Emden. Vertreter der Belegschaft wurden in der frühen Phase der Diskussionen nicht einbezogen. Investoren zeigen sich zurückhaltend bei deutschen Autowerten – auch wegen Befürchtungen über den schwindenden Marktanteil der Branche in Asien.
Der Aufsichtsrat wird die Stellenabbaupläne auf seiner Sitzung am 9. Juli prüfen. Die mögliche Schließung mehrerer Werke und der Ausschluss der Mitarbeitenden aus den Vorabgesprächen verstärken die Unsicherheit. Volkswagen steht unter Beobachtung – sowohl in puncto künftige Rentabilität als auch Marktposition.
