Stuttgart 21 startet Ende 2026 – aber nur mit halber Kapazität
Stuttgarts umstrittenes Bahnprojekt "Stuttgart 21": Unterirdischer Bahnhof öffnet Ende 2026 – aber nur teilweise
Der lange umkämpfte Bahnknoten Stuttgart 21 soll im Dezember 2026 endlich seinen neuen unterirdischen Bahnhof in Betrieb nehmen. Doch nicht alle Züge werden sofort umziehen: Einige Regionalverbindungen nutzen das alte oberirdische Kopfbahnhofgebäude noch bis Mitte 2027. Die schrittweise Umstellung soll Reisende während der Übergangsphase vor größeren Beeinträchtigungen bewahren.
Das Vorhaben leidet seit Jahren unter Verzögerungen – zuletzt verzögerte sich die Fertigstellung wegen der komplexen Arbeiten zur Digitalisierung des Knotenpunkts. Ursprünglich sollte der neue Bahnhof früher fertiggestellt werden, doch nun beginnt der Betrieb erst Ende 2026 – und auch dann nur mit eingeschränktem Angebot. Regionalzüge, darunter Linien wie das Netz Stuttgart–Ulm–Bodensee, verkehren bis Juli 2027 weiter vom alten Bahnhof aus.
Eine eigens eingesetzte Taskforce empfahl die stufenweise Inbetriebnahme, um längere Sperrungen und massive Fahrgastbehinderungen zu vermeiden. Der neue unterirdische Bahnhof mit seinen acht Gleisen wird zwar langfristig den alten Kopfbahnhof ersetzen, doch die Anbindung an die bestehende Infrastruktur erfordert präzise Abstimmung.
Auch die Kosten sind über die Jahre explodiert: Mittlerweile wird mit rund 11,3 Milliarden Euro gerechnet. Trotz der finanziellen und logistischen Herausforderungen betonen die Verantwortlichen, dass das Projekt nach dem angepassten Zeitplan planmäßig voranschreitet.
Durch die gestaffelte Eröffnung verkehren einige Regionalzüge auch nach 2026 noch ein halbes Jahr lang vom alten Bahnhof aus. Sobald der unterirdische Knoten voll funktionsfähig ist, wird er sämtliche Fern- und die meisten Regionalverbindungen aufnehmen. Die Umstellung wirkt sich zudem auf die Fahrpläne aus – besonders für Strecken wie die Linie Stuttgart–Ulm–Bodensee.






