19 March 2026, 20:31

Sportministerkonferenz fordert Gleichberechtigung und mehr Bewegung für Kinder

Ein Buchumschlag mit der Aufschrift "Sport in Europa" mit leuchtenden olympischen Bildern, Symbolen und Texten in detaillierten Designs.

Sportministerkonferenz fordert Gleichberechtigung und mehr Bewegung für Kinder

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt, geleitet von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Nordischen Kombination, die Förderung des Spitzensports sowie Pläne zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.

Vertreter aus ganz Deutschland diskutierten dringende Maßnahmen – von finanzieller Unterstützung für Vereine bis hin zur Gleichberechtigung bei Olympischen Wettbewerben. Besonders thematisiert wurden die anhaltenden Kontroversen um die Frauen-Nordische Kombination im Vorfeld der Winterspiele 2026.

Eröffnet wurde die Konferenz mit Forderungen nach einem Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport, vorangetrieben von Hamburgs Senator Andy Grote. Er betonte die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen, um Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren, und warnte vor sinkenden Aktivitätsniveaus. Theresa Schopper unterstützte dies und forderte einen kulturellen Wandel, der Bewegung bereits im frühen Kindesalter priorisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nordischen Kombination, einer Sportart mit ungewisser olympischer Zukunft. Seit der Entscheidung des IOC 2024, bei den Spielen 2026 in Mailand-Cortina gemischte Teamwettbewerbe aufzunehmen, fordern Athletinnen wie Nika Prevc sowie nationale Verbände – darunter der Österreichische Skiverband (ÖSV) und der Deutsche Skiverband (DSV) – einen eigenständigen Frauenwettbewerb. Trotz Petitionen und Protesten bei den Weltmeisterschaften 2025 in Trondheim steht eine separate Konkurrenz noch aus. FIS-Präsident Johan Eliasch unterstützt die Initiative, doch die Zeit wird knapp.

Sachsens Minister Armin Schuster kritisierte den Ausschluss der Frauen-Nordischen Kombination aus dem Programm 2026. Gleichzeitig sprach er sich für die Initiative "Jugend trainiert" aus und lobte deren Rolle in der Nachwuchsförderung. Bundesstaatsministerin für Sport, Dr. Christiane Schenderlein, kündigte unterdessen zwei zentrale Projekte an: ein unabhängiges Zentrum für sicheren Sport sowie das lang ersehnte Sportfördergesetz, das die Rahmenbedingungen für Spitzensportler verbessern soll.

Daniela Behrens, Sportministerin Niedersachsens, schloss die Konferenz mit Dank an die Teilnehmer für die konstruktiven Gespräche. Sie betonte die Beschlüsse zur Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport sowie zur Schaffung klarer finanzieller und rechtlicher Regelungen für Sportvereine. Auch Steuererleichterungen für Vereine und die Vorbereitung großer Sportereignisse wurden thematisiert, allerdings ohne abschließende Entscheidungen.

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Die Konferenz endete mit dem Bekenntnis, den Jugendsport voranzubringen, Frauen olympische Chancen zu sichern und Förderstrukturen zu optimieren. Der Entwurf für das Sportfördergesetz und das Zentrum für sicheren Sport gehen nun in die nächste Planungsphase.

Unterdessen hält die Debatte um die Frauen-Nordische Kombination an: Athletinnen und Verbände drängen das IOC vor den Spielen 2026 zu Änderungen. Vereine und Politiker werden nun die in Norderney beschlossenen Maßnahmen umsetzen.

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