Shell-Tankstelle verkauft Sprit für 1,81 Euro – durch einen peinlichen Fehler
Franka MeisterShell-Tankstelle verkauft Sprit für 1,81 Euro – durch einen peinlichen Fehler
Tankstelle in Straubenhardt verkauft versehentlich Sprit zu Dumpingpreisen
An einer Shell-Tankstelle in Straubenhardt sind am Mittwochabend versehentlich die Spritpreise drastisch gesenkt worden. Durch den Fehler kostete E10 nur noch 1,81 Euro pro Liter, Superbenzin sogar nur 1,87 Euro. Rund 100 Kunden tankten während der dreistündigen Panne, bevor der Irrtum behoben wurde.
Der Preisfehler betraf lediglich eine einzelne Shell-Filiale. Das Personal bemerkte das Problem erst, als ungewöhnlich viele Kunden auftauchten. Nach deutschem Recht müssen Tankstellen den gleichen Preis sowohl auf dem Hauptschild als auch an der Zapfsäule anzeigen.
Der Vorfall ereignet sich in einer Phase stark steigender Spritpreise in ganz Deutschland. Zwischen dem 23. Februar und dem 9. März 2026 stieg der Durchschnittspreis für Superbenzin um 25 Cent pro Liter. Die täglichen Werte von Anfang März zeigen erhebliche Schwankungen: Am 10. März erreichte der Preis mit 2,18 Euro einen Höchststand, bevor er bis Ende März auf etwa 1,20 Euro fiel.
Verbraucherschutzbehörden können bei abweichenden Preisen Warnungen aussprechen oder sogar Klage einreichen. Autofahrer, die Diskrepanzen bemerken, werden aufgefordert, diese zu melden – denn der Preis an der Zapfsäule ist rechtlich bindend.
Die vorübergehende Preissenkung verschaffte ortsansässigen Fahrern eine kurze Atempause von den hohen Spritkosten. Shell hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob betroffene Kunden mit Nachforderungen rechnen müssen. Die Behörden erinnern Autofahrer daran, vor dem Tanken sowohl das Hauptschild als auch die Anzeige an der Zapfsäule zu prüfen.






