10 April 2026, 12:34

Reutlingen modernisiert Energienetze mit 70 Millionen Euro von der EIB

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus anderen Quellen von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Reutlingen modernisiert Energienetze mit 70 Millionen Euro von der EIB

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat zugesagt, der Stadtwerke Reutlingen GmbH ein Darlehen in Höhe von 70 Millionen Euro für umfassende Modernisierungen der lokalen Energienetze zur Verfügung zu stellen. Die Förderung fließt in den Ausbau der Strom- und Fernwärmenetze in und um Reutlingen. Ziel des Projekts ist es, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und gleichzeitig die fossile Wärmeversorgung schrittweise abzuschaffen.

Der Großteil der Investitionen wird bis Ende 2027 in die Modernisierung des Stromnetzes fließen. Dazu gehören der Austausch veralteter Stromkabel, der Bau neuer Freileitungen sowie die Aufrüstung von Umspannwerken. Zudem werden digitale Komponenten eingebaut, um die Netzsteuerung zu automatisieren und die Effizienz zu steigern.

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Die Aufrüstungen erleichtern die Anbindung lokaler Solar- und Windkraftanlagen an das Netz. Verbraucher profitieren zudem von vereinfachten Möglichkeiten, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren. Parallel dazu wird das Fernwärmenetz ausgebaut, um Gas- und Ölheizungen durch klimafreundlichere Alternativen zu ersetzen.

EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer betonte die Notwendigkeit einer leistungsfähigeren Netzinfrastruktur, um den steigenden Strombedarf zu decken und die Energiewende zu unterstützen. Jens Balcerek, Geschäftsführer der Stadtwerke Reutlingen, erklärte, die EIB-Förderung ermögliche die Finanzierung dieser Pläne und sichere eine zuverlässige, regional erzeugte Energieversorgung. Laut Bundesnetzagentur werden bis 2045 in Deutschland Investitionen von 327,7 Milliarden Euro in die Stromnetze erforderlich sein – ein erheblicher Teil davon entfällt auf kommunale Netze wie das in Reutlingen.

Das Projekt stärkt nicht nur die Versorgungssicherheit in Reutlingen, sondern reduziert auch die CO₂-Emissionen im Wärmesektor. Durch die Integration erneuerbarer Energien und die Digitalisierung des Netzes sollen künftige Energiebedarfe nachhaltig gedeckt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Quelle