Reinhold Würth wird 90: Vom Schraubenlehrling zum Milliardär und Global Player
Marko MargrafReinhold Würth wird 90: Vom Schraubenlehrling zum Milliardär und Global Player
Reinhold Würth, einer der vermögendsten Unternehmer Deutschlands, wird am 20. April 90 Jahre alt. Seine Karriere begann 1949 als Lehrling im kleinen Schraubengroßhandel seines Vaters. Innerhalb von sieben Jahrzehnten formte er aus diesem bescheidenen Betrieb ein globales Imperium mit über 88.500 Mitarbeitern.
Nach dem Tod seines Vaters übernahm Würth 1954 die Führung des Familienunternehmens, das damals ein Zwei-Mann-Betrieb in Künzelsau war. Unter seiner Ägide expandierte das Unternehmen in die Befestigungs- und Montagetechnik und entwickelte sich schließlich zum weltweiten Marktführer.
Die Region um Künzelsau ist heute als Würth-Land bekannt. Schulen, Kulturzentren und andere Einrichtungen tragen seinen Namen – ein Zeichen seines tiefen lokalen Einflusses. Über Deutschland hinaus ist die Würth-Gruppe an Standorten wie Waldenburg, Rottweil, Kroatien, Polen, der Türkei und den USA präsent, mit Niederlassungen von Indien bis Brasilien.
2023 überschritt der Umsatz der Gruppe die Marke von 20 Milliarden Euro. Obwohl Würth sich vor über 30 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, prägt er weiterhin wichtige strategische Entscheidungen. Bekannt für seine Disziplin, vertritt er seit Langem die Auffassung, dass mit Reichtum auch Verantwortung einhergeht.
Seit Jahrzehnten dokumentiert er sein Leben in ausführlichen Tagebüchern. Diese Aufzeichnungen bilden eines der umfassendsten privaten Archive eines deutschen Unternehmers.
Heute beschäftigt die Würth-Gruppe zehntausende Menschen auf mehreren Kontinenten. Ihr Erfolg geht auf die Vision eines einzelnen Großhändlers im Nachkriegsdeutschland zurück. Während Würth seinen 90. Geburtstag feiert, bleibt das Unternehmen eine Säule der globalen Industrie.






