23 March 2026, 02:30

Polizei warnt mit Witz: Warum das Rechtsfahrgebot so oft ignoriert wird

Grüne Autobahnschilder mit der Aufschrift "Verboten auf der Autobahn" mit Fahrzeugen, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Polizei warnt mit Witz: Warum das Rechtsfahrgebot so oft ignoriert wird

Deutsche Polizei erinnert mit Humor an die Rechtsfahrgebot-Regel

Die Polizei in Pforzheim hat mit einer humorvollen Aktion Autofahrer an das in Deutschland geltende Rechtsfahrgebot erinnert. Die Behörde veröffentlichte kürzlich einen unterhaltsamen Beitrag in den sozialen Medien, der sowohl Zustimmung als auch Diskussionen auslöste. Zwar ist die Regel klar in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verankert, doch viele Verkehrsteilnehmer halten sich nicht daran.

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Das Rechtsfahrgebot ist in §2 der StVO festgelegt. Demnach müssen Autofahrer so weit wie möglich rechts fahren – insbesondere, wenn die rechte Spur frei ist. Auf zweispurigen Straßen darf die linke Spur nur zum Überholen genutzt werden. Auf dreispurigen Autobahnen müssen Fahrer nicht sofort wieder ganz rechts einordnen, wenn kurz darauf ein weiterer Überholvorgang ansteht.

Dauerhaftes Fahren auf der Mittelspur kann gefährliche Situationen provozieren: Andere Autofahrer müssen unter Umständen ruckartig zwei Spuren wechseln, um überholen zu können, oder greifen zu riskanten Überholmanövern rechts – was eigentlich verboten ist. Langsame Fahrzeuge auf der Mittelspur behindern zudem den fließenden Verkehr und erhöhen das Risiko für aggressives Fahrverhalten wie Drängeln oder abruptes Spurwechseln.

Überholen auf der rechten Spur ist auf Autobahnen grundsätzlich untersagt. Wer dagegen verstößt, muss in Städten mit einem Bußgeld von mindestens 30 Euro rechnen, außerhalb geschlossener Ortschaften steigt die Strafe auf 100 Euro – zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg. Die StVO schreibt außerdem vor, dass nur Fahrzeuge mit einer Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h auf Autobahnen fahren dürfen, auch wenn diese Geschwindigkeit nicht durchgehend gehalten werden muss.

Christian Schulze, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim, betonte den Wert von Humor bei der Aufklärung. Der Social-Media-Beitrag der Behörde zum Mittelspur-Schleichen sorgte für Aufmerksamkeit, konkrete Maßnahmen zur Ahndung wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Die Aktion der Pforzheimer Polizei hat die Debatte um das Rechtsfahrgebot neu entfacht. Obwohl die Regeln klar sind, halten sich viele Fahrer nicht daran – mit Folgen wie Frust und Gefahren im Straßenverkehr. Die Behörden suchen weiterhin nach Wegen, die Einhaltung der Vorschriften zu verbessern und riskantes Fahrverhalten zu reduzieren.

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