Pole Dance in Koblenz: Wie eine Physiotherapeutin Vorurteile mit Sport bricht
Juan MentzelPole Dance in Koblenz: Wie eine Physiotherapeutin Vorurteile mit Sport bricht
Tatiana Ostrovska, eine ausgebildete Physiotherapeutin, hat ihre Leidenschaft für Pole Dance nach Koblenz gebracht. Ursprünglich aus Odessa stammend, leitete sie in der Ukraine eine große Pole-Dance-Schule, bevor sie 2022 nach Deutschland zog. In ihrem neuen Studio, Polefamily Koblenz, bietet sie nun Training für alle Altersgruppen an – von Kindern bis zu Erwachsenen.
Der Krieg in der Ukraine im Februar 2022 zwang Ostrovska zur Umsiedlung. Bis 2024 hatte sie das Polefamily-Studio in Koblenz übernommen. Der Raum steht einer vielfältigen Gemeinschaft offen, darunter Jugendliche, Männer und sogar eine fünfjährige Schülerin.
Ihre Kurse konzentrieren sich auf die sportliche Seite des Pole Dance und stellen gängige Klischees infrage. Auf Skepsis reagiert sie mit Humor und nutzt sie als Anstoß für Gespräche über die anspruchsvollen Anforderungen dieser Disziplin. In der Ukraine wird Pole Dance bereits als Sportart mit hohem körperlichem Können und Disziplin anerkannt.
Neben dem regulären Training veranstaltet das Studio besondere Events wie Junggesellinnenabschiede. Ostrovska plant zudem einen eigenen Bereich für Luftakrobatik, um ihr Angebot zu erweitern.
Mit ihrer Arbeit in Koblenz möchte Ostrovska das Image des Pole Dance verändern. Sie sieht Vorurteile als Chance, aufzuklären und den sportlichen Wert dieser Kunstform zu zeigen. Ihr Studio wächst stetig und zieht eine breite Palette an Schülern an, die den Sport begeistert annehmen.
