Pistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht ab – trotz akutem Personalmangel in der Bundeswehr
Juan MentzelPistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht ab – trotz akutem Personalmangel in der Bundeswehr
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat trotz anhaltendem Personalmangel eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ausgeschlossen. Gleichzeitig bekräftigte er die Zusammenarbeit mit Frankreich, nachdem das Kampfflugzeug-Projekt FCAS gescheitert ist.
Pistorius betonte, dass die Bundeswehr auch künftig auf das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Rekrutierung setzen werde. Eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung stehe derzeit nicht zur Debatte. Die Ampelkoalition habe jedoch vereinbart, dass bei einem künftigen Überhang an offenen Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern korrigierende Maßnahmen ergriffen werden müssten.
Der Minister erklärte, eine Rückkehr zur Wehrpflicht sei aufgrund fehlender Ausbilder und Infrastruktur nicht umsetzbar. Gleichzeitig werde die Bundeswehr ausgebaut, und die Bundesregierung verfolge diese Entwicklung genau. Pistorius äußerte sich zudem sehr zuversichtlich über seine Kollegen Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
In einem weiteren Schritt wurde ein Runden Tisch eingerichtet, um das Know-how der Automobilindustrie für die Rüstungsbranche nutzbar zu machen. Zudem sind die Kosten für das Fregatten-Projekt F126 um acht Milliarden Euro gestiegen, sodass sich die Gesamtkosten auf über 18 Milliarden Euro belaufen.
Das Verteidigungsministerium wird vorerst an seiner aktuellen Rekrutierungsstrategie festhalten. Der Personalmangel soll durch freiwillige Maßnahmen und nicht durch eine Wehrpflicht behoben werden. Die Bundesregierung bleibt darauf fokussiert, die sich wandelnden Anforderungen der Bundeswehr zu begleiten und anzupassen.
