15 March 2026, 20:41

Pfefferspray-Attacke auf Fahrkartenkontrolleure in Pforzheim – Täter flüchtig

Eine Gruppe von Polizisten in Einsatzausrüstung sitzt auf einem Bus, wobei eine Person in der Mitte sitzt und ein Plakat im Hintergrund sichtbar ist.

Männer attackieren Busfahrkartenkontrolleure in Pforzheim - Pfefferspray-Attacke auf Fahrkartenkontrolleure in Pforzheim – Täter flüchtig

Zwei Fahrkartenkontrolleure sind am Freitagnachmittag an einer Bushaltestelle in Pforzheim angegriffen worden. Bei dem Überfall kamen Pfefferspray und körperliche Gewalt zum Einsatz, wobei beide Mitarbeiter leichte Verletzungen davontrugen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher gab es jedoch noch keine Festnahmen.

Der Vorfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer, die sich einer Fahrkartenprüfung entziehen wollten, stießen die Beamten zu Boden. Ein Angreifer schlug einem der Kontrolleure ins Gesicht und setzte zudem Pfefferspray ein.

Beide Täter flüchteten noch vor Eintreffen der Polizei. Die verletzten Kontrolleure wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Behörden bestätigten, dass der Fall als Verdacht auf gefährliche Körperverletzung behandelt wird.

Mittlerweile kursiert ein Video des Angriffs im Internet, das die Polizei für authentisch hält. Die Beamten rufen nun Zeugen auf, sich zu melden.

Dieser jüngste Vorfall reiht sich in eine zunehmende Gewaltwelle gegen Beschäftigte im Verkehrssektor ein. Seit dem tödlichen Angriff auf den Lokführer Kay-Oswald Helm in Aachen im Februar 2024 wurden bundesweit über 1.200 Vorfälle gemeldet, bei denen Fahrkartenkontrolleure und Verkehrsmitarbeiter Ziel von Attacken waren. Laut Angaben der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft EVG handelte es sich in 450 Fällen um schwere Körperverletzungen, in 150 Fällen wurden Waffen eingesetzt.

Die beiden Täter sind weiterhin auf der Flucht, die Polizei fahndet weiter. Die verletzten Kontrolleure konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Die Ermittlungen dauern an, die Behörden bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.

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