NRW-Wähler sorgen sich um Wirtschaft und Arbeitsplätze – Umfrage zeigt Stimmungsumschwung vor der Wahl
Juan MentzelNRW-Wähler sorgen sich um Wirtschaft und Arbeitsplätze – Umfrage zeigt Stimmungsumschwung vor der Wahl
In Nordrhein-Westfalen wächst die Sorge der Bevölkerung um Wirtschaft und Arbeitsplatzsicherheit. Eine aktuelle Umfrage zeigt sinkende Zufriedenheit mit der Landesregierung und verschiebende politische Trends im Vorfeld der anstehenden Wahlen.
Das Vertrauen der Wähler in die wirtschaftliche Lage des Bundeslandes ist deutlich gesunken. Nur noch 22 Prozent bewerten sie als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitslosigkeit hat zugenommen: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun um ihren Job, ein Anstieg um sechs Punkte.
Steigende Preise belasten den Alltag, sodass jeder vierte Einwohner seine Urlaubspläne für den Sommer überdenkt. Die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Regierung wächst: Die Zustimmung ist auf 42 Prozent gefallen, ein Minus von sechs Punkten seit Februar. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verlor in derselben Zeit drei Punkte und kommt nun auf 32 Prozent.
Die politischen Präferenzen verschieben sich. Die Grünen legten zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die rechtspopulistische AfD stieg auf 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD, die unter Jochen Otts Führung drei Punkte einbüßte. Die FDP übersprang unterdessen erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde und gewann einen Punkt hinzu.
Infrastruktur und Verkehr haben andere Themen als wichtigstes Anliegen der Wähler überholt.
Die Umfrage unterstreicht die wachsende wirtschaftliche Verunsicherung und die sich wandelnden politischen Kräfteverhältnisse in Nordrhein-Westfalen. Die Prioritäten der Wähler liegen nun auf Infrastruktur und Verkehr, während die Zufriedenheit mit der Regierung und den großen Parteien weiter sinkt.
