26 June 2026, 06:23

Neuköllns SPD-Kandidatin Janine Wolter gerät wegen Social-Media-Aktivitäten unter Druck

Hikel kritisiert SPD-Kreischef

Neuköllns SPD-Kandidatin Janine Wolter gerät wegen Social-Media-Aktivitäten unter Druck

Janine Wolter steht als Nachfolgerin von Martin Hikel an der Spitze des Bezirksamts Neukölln in den Startlöchern. Die Neuköllner SPD-Führung hat sie als künftige Bezirksbürgermeisterin nominiert. Doch ihre Kandidatur gerät wegen ihrer Aktivitäten in sozialen Medien in die Kritik.

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Hikel hatte im November bekannt gegeben, nicht erneut für das Amt zu kandidieren. Daraufhin bestimmte die lokale SPD Janine Wolter zu seiner Nachfolgerin. Aktuell ist sie als Stadträtin für Bildung im Bezirk tätig.

Die Kontroverse begann, nachdem der Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über Wolters Interaktionen mit Instagram-Beiträgen berichtete. Sie hatte Inhalte eines politischen Influencers gelikt oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Die CDU-Fraktion in Neukölln brachte das Thema in der letzten Bezirksverordnetenversammlung zur Sprache.

Als Reaktion erteilte Hikel Wolter eine offizielle schriftliche Rüge nach den Regelungen des Dienstrechts. Wolter erklärte, es gehe um einen einzelnen Beitrag aus dem Oktober 2025, der nach 24 Stunden wieder verschwunden sei. Sie betonte, künftig keine Inhalte des Influencers mehr zu teilen und diesem auch nicht mehr zu folgen.

Die Rüge wurde in der Bezirksverordnetenversammlung thematisiert. Wolter bleibt dennoch die SPD-Kandidatin für die Nachfolge Hikels. Ihre Aktivitäten in sozialen Medien sind nun Teil der öffentlichen Debatte vor dem anstehenden Wechsel.

Quelle