München leuchtet für Eid – Stuttgart kämpft mit Verkehrschaos nach Gebet
Ron StollMünchen leuchtet für Eid – Stuttgart kämpft mit Verkehrschaos nach Gebet
München beendete den Ramadan mit einer öffentlichen Lichtinstallation am Alten Rathaus. Die Fassade erstrahlte in der Aufschrift "Frohes Eid-Fest" in 13 Sprachen – Teil einer städtischen Initiative gegen antimuslimischen Rassismus. Unterdessen versammelten sich in Stuttgart Tausende zum Gebet und sorgten für massive Verkehrsbehinderungen.
Die Beleuchtung in München folgte einem Beschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2024 mit dem Titel "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken". Vertreter der Stadt bezeichneten die Aktion als Zeichen der Offenheit und als Beitrag, das muslimische Leben sichtbarer zu machen. Der zweite Bürgermeister Dominik Krause richtete sich an die Gemeinschaft, wünschte ein friedliches Fest und betonte Münchens klaren Stand gegen Diskriminierung.
In Stuttgart kamen rund 3.000 Muslime zu einem Freiluftgebet zusammen. Die etwa einstündige Veranstaltung führte zu einem Verkehrschaos, als die Teilnehmer eintrafen und später wieder abfuhren. Mehrere Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden, die Polizei griff ein und leitete den Verkehr um. Unklar blieb, ob die Versammlung offiziell angemeldet worden war.
Die Stuttgarter Behörden setzten zusätzliche Kräfte ein, um die unerwarteten Staus zu bewältigen. Der plötzliche Andrang verursachte Engpässe, in einigen Bereichen kam der Verkehr komplett zum Erliegen. Anders als in München, wo die Stadt das Fest offiziell mit Lichtern würdigte, gab es in keiner anderen deutschen Großstadt 2024 vergleichbare öffentliche Eid-Feiern.
Münchens Lichtprojektion war in diesem Jahr die erste ihrer Art in Deutschland zum Fest des Fastenbrechens. Die spontane Zusammenkunft in Stuttgart zeigte hingegen die Herausforderungen auf, die mit großen religiösen Veranstaltungen ohne vorherige Abstimmung einhergehen. Beide Städte setzten ein öffentliches Zeichen für den Feiertag – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.






