Metallteil auf Gleisen: Regionalzug bei Offenburg rammt Hindernis
Zug bei Offenburg fährt gegen Metallhindernis auf den Gleisen
Am 19. September prallte eine Regionalbahn in der Nähe von Offenburg gegen ein Metallteil, das auf den Schienen abgelegt worden war.
Die Störung ereignete sich gegen 20:45 Uhr, als der in Richtung Basel fahrende Zug eine Metallkabelabdeckung überrollte, die auf den Gleisen platziert worden war. Unbekannte hatten den Gegenstand am südlichen Ende des Bahnhofs Offenburg positioniert. Während die Lokomotive leichte Schäden davontrug, blieb es bei den Fahrgästen glücklicherweise ohne Verletzte.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Wer Angaben zu möglichen Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten, sich an das Bundespolizeiinspektion Offenburg zu wenden.
Nach solchen Vorfällen ergreift die Deutsche Bahn in der Regel kurzfristige Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören der Einsatz von zweiköpfigen Teams auf den betroffenen Strecken sowie eine verstärkte Polizeipräsenz. Gewerkschaften fordern seit Langem eine verpflichtende Doppeltbesetzung und mehr Polizeikräfte – insbesondere nach gewalttätigen Übergriffen wie dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan C. im Februar. DB Regio unterstützt seitdem die Priorisierung von Doppeltbesetzungen als Reaktion auf solche Bedrohungen.
Bei dem Zusammenstoß gab es keine Verletzten, doch die Lokomotive wurde beschädigt. Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Behinderung des Bahnbetriebs aus. In den kommenden Tagen sind auf dem betroffenen Abschnitt verstärkte Sicherheitsvorkehrungen zu erwarten, darunter zusätzliches Personal und Polizeistreifen.