16 March 2026, 22:34

Markus Lanz kämpft mit sinkenden Quoten und Selbstzweifeln – doch bleibt er Optimist

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich vor einem Publikum als Politologe.

Markus Lanz kämpft mit sinkenden Quoten und Selbstzweifeln – doch bleibt er Optimist

Markus Lanz moderiert seit 2021 seine ZDF-Talkshow – als Nachfolger der eingestellten Sendung Wetten, dass..?. Der Präsentator zeigt sich nach wie vor begeistert von seiner Rolle und beschreibt sich selbst als jemanden, der den Job "wirklich verrückt gern" macht. Doch hinter den Kulissen gibt er zu, sowohl privat als auch mit den sinkenden Einschaltquoten seiner Sendung vor Herausforderungen zu stehen.

In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete Markus Lanz einen Rückgang bei den Zuschauerzahlen. Zwischen 2021 und 2026 fielen die durchschnittlichen Marktanteile von 10–12 Prozent auf etwa 7–9 Prozent. Zwar sorgen prominente Gäste, insbesondere Politiker, noch immer für gelegentliche Einschaltspitzen, doch der allgemeine Trend zeigt nach unten. Streaming-Dienste ziehen viele Zuschauer von der klassischen Fernsehunterhaltung ab.

Lanz selbst durchlebte Höhen und Tiefen. Nach dem Scheitern von Wetten, dass..? dachte er zeitweise sogar über einen kompletten Rückzug nach, erinnerte sich an Momente, in denen er sich sagte: "Lass es einfach gut sein." Doch er nutzte die Chance, mit der neuen Show durchzustarten, und bezeichnete dies später als Möglichkeit, "die Sache noch einmal rumzureißen".

Trotz seiner selbstbewussten Außenwirkung übt der Moderator Selbstkritik. Offen gibt er zu, "Woche für Woche" in seinen Sendungen zu scheitern. Dennoch schätzt er die Politiker, die bei ihm auftreten, und nennt die meisten "Profis". Dass manche seine Einladungen ausschlagen, nimmt er gelassen: "Es ist ein freies Land."

Sein Blick auf Deutschland bleibt optimistisch. Lanz bezeichnet sich als "völligen Optimisten" und ist überzeugt: "Die Mehrheit der Menschen in diesem Land ist noch immer sehr vernünftig." Die Vorstellung, sein Publikum suche nur nach Bestätigung der eigenen Meinung, weist er zurück. Stattdessen betont er: "Die Deutschen wollen im Kern nichts Extremes."

Obwohl die Quoten nachgeben, bleibt Lanz seiner Arbeit verbunden. Zwischen Selbstzweifeln und dem festen Glauben an die Offenheit seines Publikums balancierend, hält ihn seine Mischung aus Optimismus und Ehrlichkeit auf Sendung – auch in einer Zeit, in der sich die Sehgewohnheiten wandeln.

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