11 April 2026, 02:29

Manz AG beantragt Eigenverwaltung – Restrukturierung als Rettungsanker

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Manz AG beantragt Eigenverwaltung – Restrukturierung als Rettungsanker

Manz AG beantragt Insolvenzverfahren – Umstrukturierung soll Zukunft sichern

Die Manz AG gab am 18. Dezember bekannt, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Als Hauptgrund für die finanziellen Schwierigkeiten nannte das deutsche Maschinenbauunternehmen erhebliche Verwerfungen auf dem europäischen Markt für Batteriezellen. Trotz des Rückschlags plant das Unternehmen eine umfassende Restrukturierung und will sich auf neue Geschäftsbereiche konzentrieren.

Die aktuellen Probleme folgen auf den Ausstieg des Konzerns aus der Produktion von Solaranlagen im Jahr 2022. Nun zieht sich Manz AG auch aus dem Bereich Batteriezellenfertigung zurück – bedingt durch die anhaltende Marktinstabilität. Um die Finanzen zu stabilisieren, hat das Unternehmen ein strukturiertes Insolvenzverfahren eingeleitet, das auf Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen abzielt.

Im Rahmen der Umstrukturierung sollen Personal-, Fix- und Materialkosten reduziert sowie Arbeitsabläufe verschlankt werden. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig schlanker und wettbewerbsfähiger aufzustellen. Parallel dazu verlagert Manz AG seinen Fokus auf die Bereiche Industrieautomation, Elektronik, Halbleitertechnik und Lohnfertigung.

Ein zentraler Baustein des Sanierungsplans ist der Verkauf der Sparten für Batteriezellenproduktion. Verhandlungen mit mehreren Investoren laufen bereits, und das Unternehmen rechnet damit, den Deal in der ersten Jahreshälfte 2025 abschließen zu können. Der Verkauf soll dringend benötigte Liquidität schaffen und es Manz AG ermöglichen, sich auf seine Kerngeschäfte zu konzentrieren.

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Für das Jahr 2024 prognostiziert das Unternehmen Umsätze in Höhe von 170 bis 180 Millionen Euro. Gleichzeitig erwartet es jedoch ein deutliches Minus: Das EBITDA wird auf -25 bis -20 Millionen Euro und das EBIT auf -35 bis -30 Millionen Euro geschätzt.

Das Insolvenzverfahren bietet Manz AG die Chance, die Finanzen neu zu ordnen und die Geschäftsprozesse zu optimieren. Durch den Verkauf nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche und die Neuausrichtung auf wachstumsstarke Märkte will das Unternehmen seine Zukunft sichern. Entscheidend für die nächsten Schritte werden der Ausgang des Verkaufs der Batteriesparte und die Wirkung der Sparmaßnahmen sein.

Quelle