Mainzer Restaurant Heimat kämpft gegen Hass und Vandalismus wegen multikultureller Küche
Franka MeisterMainzer Restaurant Heimat kämpft gegen Hass und Vandalismus wegen multikultureller Küche
Mainzer Restaurant Heimat wird seit Monaten zur Zielscheibe von Hass
Das Mainzer Restaurant Heimat ist in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Beleidigungen, Vandalismus und Drohungen geworden. Besitzer Veli Ivecen und sein Team sehen sich wegen ihres multikulturellen Ansatzes in der deutschen Küche massiver Anfeindung ausgesetzt – dabei wollten sie eigentlich einen offenen, einladenden Ort schaffen. Die feindselige Stimmung setzt das Team unter Druck.
Veli Ivecen, in der Türkei geboren und mit kurdischen Wurzeln, eröffnete Heimat, um deutsche, türkische und kurdische Aromen zu verbinden. Der Name sollte ein Zuhause für Gäste symbolisieren – ohne politische Absicht. Doch Kritiker stellen infrage, warum türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche Platz haben sollten.
Die Angriffe gehen weit über verbale Attacken hinaus: Demonstranten beschimpften Ivecen als Nazi und zeigten vor dem Restaurant den Hitlergruß. Vandalen beschmierten die Fassade mit dem Slogan „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins.“ Zeitweise erwog Ivecen sogar eine Umbenennung, um die Spannungen zu entschärfen. Nach reiflicher Überlegung entschied er sich jedoch, den Namen beizubehalten – als Zeichen des Widerstands.
Trotz der anhaltenden Feindseligkeit bleibt das Team seiner ursprünglichen Vision treu. Nach wie vor serviert es Gerichte, die Kulturen verbinden, und stellt sich dem Gegenwind entschlossen entgegen.
Die Vorfälle um Heimat zeigen, mit welchen Herausforderungen multikulturelle Betriebe in manchen Gemeinden konfrontiert sind. Ivecen und sein Team haben Schimpfwörter, provokative Gesten und Sachbeschädigungen ertragen – und sich dennoch dafür entschieden, weiterzumachen. Das Restaurant bleibt geöffnet und bietet weiterhin eine Speisekarte, die die Vielfalt in Mainz feiert.






