28 April 2026, 11:10

Mainz muss Haushalt drastisch kürzen – ADD stoppt unrealistische Pläne

Außenansicht des Deutschen Bank-Hauptsitzes in Frankfurt, Deutschland, ein großes mehrfenstriges Gebäude umgeben von städtischer Infrastruktur einschließlich Straßenlaternen, Fahrzeugen und Grünflächen unter einem bewölkten Himmel.

Mainz muss Haushalt drastisch kürzen – ADD stoppt unrealistische Pläne

Der neueste Haushalt von Mainz ist zwar genehmigt worden – allerdings erst nach massiven Kürzungen durch die Aufsichtsbehörde ADD. Die Stadt hatte ehrgeizige Ausgabenpläne vorgelegt, doch die Beamten bezeichneten diese als unrealistisch und nicht tragfähig. Trotz der Freigabe bleiben Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität und der künftigen Kreditaufnahme bestehen.

Die ADD übt scharfe Kritik am ursprünglichen Haushaltsentwurf von Mainz und nannte ihn angesichts der aktuellen Personaldecke und der engen Zeitvorgaben "völlig unrealistisch". Geplante Investitionen wurden von ursprünglich 306 Millionen Euro auf nur noch 75 Millionen Euro zusammengestrichen; die Behörde begründete dies mit einer "inakzeptablen Überplanung". Zudem warnte sie vor "kaum zu rechtfertigenden Neuverschuldungen", da Mainz allein für 2026 Kredite in Höhe von rund 395,4 Millionen Euro aufnehmen wollte – mit einer voraussichtlichen Gesamtverschuldung von etwa 1,1 Milliarden Euro bis 2029.

Die ADD lehnte die finanziellen Prognosen der Stadt für die kommenden Jahre komplett ab. Zwar wurde der Haushalt genehmigt, um ein Veto des Landesinnenministeriums vor den Wahlen Ende März zu vermeiden, doch die Behörde fordert für die Zukunft deutlich strengere Finanzplanungen.

Die Mainzer Stadtspitze räumte ein, dass der Haushalt in seiner ursprünglichen Form nicht vollumfänglich genehmigungsfähig gewesen sei. Unterdessen unterstützten die drei Fraktionsvorsitzenden der städtischen "Kenia-Koalition" die Forderungen des Bündnisses "Für die Würde unserer Städte", an dem auch Mainz beteiligt ist. Sie betonten die Notwendigkeit "grundlegender Reformen" von Bund und Ländern, darunter eine Nettoentlastung von 32 Milliarden Euro für finanziell kämpfende Kommunen.

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Der nun beschlossene Haushalt spiegelt die tiefgreifenden Kürzungen der Ausgabenpläne wider. Künftige Kreditaufnahmen unterliegen strengerer Kontrolle, und die Stadt muss ihre Finanzstrategie an die Vorgaben der ADD anpassen. Die Entscheidung unterstreicht zudem die anhaltenden Spannungen zwischen kommunalen Behörden und übergeordneten Instanz über Finanzierung und Schuldengrenzen.

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