Lufthansa-Aktie steigt trotz höherer Verluste und explodierender Spritkosten um 8 Prozent
Franka MeisterLufthansa-Aktie steigt trotz höherer Verluste und explodierender Spritkosten um 8 Prozent
Lufthansa-Aktie legt deutlich zu – trotz höherer Verluste und Spritkosten
Die Aktien der Lufthansa stiegen am Mittwoch deutlich an, nachdem die Airline bessere als erwartete Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt hatte. Trotz gestiegener Treibstoffkosten und eines höheren als befürchteten operativen Verlusts reagierten Anleger positiv auf die Prognosen des Unternehmens. Bis zum Vormittag kletterte der Kurs in Frankfurt um bis zu 8 Prozent.
Für die ersten drei Monate des Jahres 2026 meldete die Fluggesellschaft einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro – ein Minus, das jedoch unter den Analystenerwartungen von 659 Millionen Euro blieb. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlte aber die prognostizierten 9,3 Milliarden Euro.
Die Treibstoffkosten sind aufgrund des anhaltenden Konflikts im Iran stark angestiegen und haben in diesem Jahr bereits 1,7 Milliarden Euro an Zusatzkosten verursacht. Als Reaktion strich Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan, um Engpässe bei der Versorgung zu bewältigen. Trotz dieser Herausforderungen hielt das Unternehmen an seiner Jahresprognose für den Gewinn fest.
Für die Zukunft erwartet die Lufthansa einen bereinigten operativen Gewinn, der den Wert von 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen soll. Zudem bekräftigte die Airline ihr langfristiges Ziel, bis 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zu erreichen. Die Prognose für 2026 hängt jedoch davon ab, dass es keine weiteren Treibstoffknappheiten oder Arbeitsniederlegungen gibt, die den Betrieb beeinträchtigen.
Die Quartalszahlen dämpften die Sorgen der Investoren und trieben den Lufthansa-Kurs um 6 bis 8 Prozent nach oben. Zwar bleiben hohe Spritkosten und Kapazitätskürzungen Herausforderungen, doch die unveränderte Gewinnprognose signalisiert Vertrauen in die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Nun wird es darauf ankommen, weitere Störungen in der Lieferkette oder durch Arbeitskonflikte zu vermeiden.






