Lörrach erhält 182.500 Euro für Demokratieprojekte und Erinnerungskultur bis 2026
Franka MeisterLörrach erhält 182.500 Euro für Demokratieprojekte und Erinnerungskultur bis 2026
Lörrach hat für 2026 Fördergelder in Höhe von 182.500 Euro eingeworben, um Projekte zur demokratischen Bildung und historischen Erinnerungskultur zu stärken. Die Mittel stammen von der Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, einer 2021 gegründeten Stiftung, die Standorte fördert, die mit der demokratischen Geschichte Deutschlands verbunden sind. Die Bewilligung reiht sich in eine Serie von Zuwendungen ein, von denen Städte in allen 16 Bundesländern profitieren.
Der größte Teil der Förderung – rund 95.000 Euro – fließt in den Lörracher Demokratietag. Geplant sind unter anderem eine Gala für alle und die Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober, während der Schwerpunkt der Veranstaltungen am 19. September rund um das Alte Rathaus liegen wird. Weitere 63.500 Euro werden in die Modernisierung der Dauerausstellung des Dreiländermuseums investiert, um die demokratiebezogenen Inhalte zu aktualisieren und zu erweitern.
Mit 24.000 Euro entsteht zudem ein Graphic Novel über die Lörracher Revolution von 1848, der sich speziell an junge Leser:innen richtet. Das Werk soll historische Ereignisse in einem ansprechenden Format aufbereiten und im Herbst 2026 erscheinen. Ergänzt wird das Programm durch eine neue Diskussionsreihe unter dem Titel Struve-Gespräche, die sich mit Themen wie Freiheit, Wohlstand und demokratischen Werten befasst.
Die Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte hat bereits ähnliche Projekte in Städten wie Ravensburg, Konstanz, Aachen und Berlin unterstützt. Ihre Arbeit baut auf der 2017 gegründeten Arbeitsgemeinschaft "Orte der deutschen Demokratiegeschichte" auf, die die Grundlagen für die Bewahrung und Vermittlung zentraler Stätten der Demokratiegeschichte schuf.
Die Förderung ermöglicht in Lörrach eine Mischung aus kulturellen, bildungsbezogenen und historischen Initiativen. Die überarbeitete Museumsausstellung, der Graphic Novel und die neue Gesprächsreihe sollen die öffentliche Auseinandersetzung mit Demokratie und Erinnerung fördern. Die Projekte werden in den kommenden zwei Jahren umgesetzt, wobei die wichtigsten Veranstaltungen für 2026 geplant sind.






