Leroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle eine polarisierende Nationalmannschafts-Figur
Marko MargrafLeroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle eine polarisierende Nationalmannschafts-Figur
Leroy Sané steht seit Langem im Fokus intensiver Kritik wegen seines Platzes in der deutschen Nationalmannschaft. Die Diskussionen begannen nach seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul und halten trotz seiner entscheidenden Rolle bei der WM-Qualifikation Deutschlands an. Manche Kritiker behaupten sogar, sein Vereinswechsel habe seine Chancen im Nationalteam geschmälert.
Im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei lieferte Sané eine herausragende Leistung ab: Er erzielte zwei Tore und bereitete ein weiteres vor, womit er maßgeblich zum Turnierticket der DFB-Elf beitrug. Doch selbst nach dem deutlichen 7:1-Sieg gegen Curaçao wurde seine Darstellung weiterhin zerpflückt.
Auch im Testspiel gegen die USA traf er zum Siegtreffer – die Kritik riss dennoch nicht ab. Besonders seine Schwierigkeiten in der türkischen Liga stoßen auf Unverständnis, wobei einige behaupten, seine Vereinswahl habe seine Position in der Nationalmannschaft geschwächt.
Trotz des Gegenwinds erhält Sané Rückendeckung von Mannschaftskollegen und dem Betreuerstab. Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigten ihn öffentlich, lobten seinen Arbeitseinsatz und seine defensiven Leistungen. Nagelsmanns Entscheidung, ihn in den WM-Kader zu berufen, löste weitere Debatten aus. Auch Ex-Kapitän İlkay Gündoğan meldete sich zu Wort und warnte, dass pausenlose Kritik einen kreativen Spieler wie Sané hemmen könne.
Sein direkter Konkurrent um die Offensive-Zehner-Position, Jamal Musiala, wird unterdessen weit weniger kritisch beäugt. Zwar kehrt Musiala nach einer Verletzung langsam zur alten Stärke zurück, doch bleibt er von derlei intensiven Diskussionen verschont.
Sané bleibt eine polarisierende Figur im deutschen Fußball. Seine entscheidenden Auftritte in Qualifikation und Testspielen haben seine Kritiker nicht zum Schweigen gebracht. Die Debatte um seine WM-Nominierung geht weiter – mit klaren Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern.
