13 March 2026, 22:38

Landtagswahl in Baden-Württemberg bringt Patt zwischen Grünen und CDU – AfD auf Platz drei

Ein altes Dokument, das eine Farm in einem Feld umgeben von Häusern, Bäumen und Himmel zeigt, mit der Beschriftung "Surgensburg, Deutschland - Landschaft einer Farm".

Landtagswahl in Baden-Württemberg bringt Patt zwischen Grünen und CDU – AfD auf Platz drei

Landtagswahl in Baden-Württemberg verändert politische Landschaft – Grüne und CDU gleichauf, AfD auf Platz drei, SPD auf historischem Tief

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die politische Landschaft neu geordnet: Die Grünen und die CDU liegen mit jeweils 56 Sitzen gleichauf, während die rechtspopulistische AfD auf den dritten Platz vorrückte. Die SPD stürzte hingegen auf ein historisches Tief. Unterdessen fordern Agrarverbände Kurskorrekturen in der Politik – und die Rückkehr eines bekannten Gesichts an die Spitze des Agrarministeriums.

Die Wahlergebnisse markieren eine radikale Abkehr von der Wahl 2021. Die Grünen sicherten sich 30,2 Prozent der Stimmen und behielten ihre 56 Sitze, während die CDU mit 29,7 Prozent (plus 14 Sitze) gleichzog. Die AfD fast verdoppelte ihre Unterstützung auf 18,8 Prozent und zog mit 35 Sitzen als drittstärkste Kraft in den Landtag ein. Die einst starke SPD fiel auf nur noch 5,5 Prozent zurück und hält künftig lediglich zehn Sitze. Sowohl die FDP als auch die Linke scheiterten mit jeweils 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Im Wahlkreis Neckar-Odenwald verteidigte der CDU-Amtsinhaber Peter Hauk sein Direktmandat mit 39,5 Prozent der Erststimmen. Sein Sieg fiel in eine Phase der Kritik an Grünen-Chef Cem Özdemir, dem Hauk vorwirft, sich nicht ernsthaft für die Belange der Landwirtschaft einzusetzen. Trotz dieser Spannungen setzte sich Özdemirs Partei knapp gegen die CDU durch – eine mögliche Neuauflage der Grün-Schwarzen Koalition rückt damit in den Bereich des Möglichen.

Die Agrarverbände haben bereits ihre Forderungen formuliert. Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) sprach sich dafür aus, Peter Hauk als Agrarminister zu behalten, und lobte seine Erfahrung. BLHV-Präsident Bernhard Bolkart betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Biodiversitätspolitik – und lehnte politische Grabenkämpfe ab. Der Verband der Land- und Forstwirtschaftsorganisationen (LBV) unterstützte diese Position und forderte weniger Bürokratie, klarere Planungsvorgaben und ein stärkeres Agrarministerium. LBV-Geschäftsführer Marco Eberle schlug vor, die Ressorts für Landwirtschaft und Umwelt unter CDU-Führung zusammenzulegen, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Die Wahl hinterlässt die Grünen und die CDU in einer Pattsituation; in den kommenden Wochen werden wohl Koalitionsverhandlungen im Mittelpunkt stehen. Die Agrarverbände drängen unterdessen auf politische Stabilität und Hauks Rückkehr als Minister. Sollten ihre Forderungen umgesetzt werden, könnten sich in der nächsten Regierung weitreichende Veränderungen in der Agrar- und Umweltpolitik abzeichnen.

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