Jugendlicher erleidet Stromschlag nach Klettern auf Güterwagen in Villingen
Ron StollJugendlicher erleidet Stromschlag nach Klettern auf Güterwagen in Villingen
Schwerverletzter Jugendlicher nach Klettern auf Güterwagen in Villingen – Bahnverkehr für über eine Stunde unterbrochen
Ein 17-jähriger Junge erlitt in den frühen Morgenstunden des Sonntag, 15. Juni 2025, lebensgefährliche Verletzungen, nachdem er auf einen abgestellten Güterwagen am Bahnhof Villingen geklettert war. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 4 Uhr und führte zur vorübergehenden Sperrung des Bahnhofs sowie zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte.
Der deutsche Jugendliche erlitt einen schweren Stromschlag durch einen Lichtbogen, als er sich auf dem Kesselwagen befand. Kurz darauf, gegen 3:55 Uhr, stürzte er auf die Gleise. Vor Ort waren schnell Bundes- und Landespolizei, Feuerwehrkräfte, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Krisenmanager der Deutschen Bahn im Einsatz.
Der Bahnhof Villingen blieb von 3:35 bis 4:51 Uhr gesperrt, während die Einsatzkräfte die Unfallstelle sicherten und dem Verletzten halfen. Wie die Behörden später bestätigten, handelt es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall: Allein seit Januar 2025 hat die Bundespolizei bundesweit 47 ähnliche Vorfälle registriert, bei denen Kinder oder Jugendliche auf Züge kletterten, an Oberleitungen hantierten oder sogar auf S-Bahn-Waggons "surften".
Thomas Schlageter, Präventionsbeamter der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, warnt seit Langem davor, dass Bahnanlagen kein Spielplatz seien. Trotz dieser Hinweise kommt es fast monatlich zu lebensgefährlichem Verhalten in der Nähe von Gleisen und Oberleitungen.
Der verletzte Junge wurde mit kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zum Vorfall laufen noch. Unterdessen appellieren die Behörden an Eltern und Jugendliche, sich von Bahnanlagen fernzuhalten. Die Unterbrechung des Bahnverkehrs in Villingen dauerte über eine Stunde, bevor der Regelbetrieb wiederaufgenommen werden konnte.






